Workshop: Plakate · 27. Oktober 2014

Am Sonnabend fand in der neuen, von Prof. Raymond Meier eingerichteten Buchdruckwerkstatt der Mediadesign Hochschule Berlin der erste Workshop statt. Wir haben in sechs Stunden zwei Plakate mit Textideen von Anne Seubert entworfen, gesetzt und in einer Auflage von jeweils 10 Stück zweifarbig gedruckt. Jonas Friedrich hat außerdem noch viele schöne Fotos gemacht. So viele, daß ich sie hier gar nicht alle veröffentlichen kann und deshalb die schönsten zusammengestellt habe:

— Martin Z. Schröder

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Spitzfedergrün · 11. August 2014

Die letzte Farbe, Grün, wurde nun auch gedruckt.

Von einem leicht lädierten Stück Blei.

Auf der Rückseite gibt es ein kleines Impressum, gesetzt aus der Schrift »Volta« in Petit (8 Punkt).

Ich habe das Gefühl, die Karte sieht original deutlich besser aus als auf den Fotos. Manchmal ist es umgekehrt. Das richtige Produktfoto wird gemacht, wenn die Karten beschnitten und zur Klappkarte gerillt sind. Jetzt trocknen sie erst einmal. Bis zum Konsumbedarf dieser Karte ist ja noch viel Zeit. Aber ich bin froh, das Thema jetzt schon ohne Zeitnot abzuschließen.

— Martin Z. Schröder

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Happy New Year in Holzlettern · 9. August 2014

Letztes Jahr war ich mit den Neujahrskarten spät dran. Jetzt ist die richtige Zeit dafür.

Manche Ideen kommen von alleine. Es bedarf dafür keiner Skizze, ich habe ein Bild vor Augen und setze es nur nach. Diesmal in Holz. Zwei Jugendstilschriften, die kleinere heißt Herold und entstammt dem Nachlaß der berühmten Eremiten-Presse. Das E in NEW ist schmaler und mager im Gegensatz zu den fetten, damit das Wort die rechte Breite bekommt.

Einfarbig ist es etwas trist.

Verschiedene Farben müssen sein, schnell sind ein paar Möglichkeiten mit Buntstiften skizziert.

Das Y mit seinem »Fleisch«, so nennt der Setzer die nicht druckende Fläche auf der Letter um das Schriftbild herum, reißt ein Loch. Vielleicht setzt man da ein großes Ausrufezeichen hinein?

Wenn das Papier zugeschnitten und der Druckstock auf das richtige Format gestellt ist, kann man die später zu druckenden Teile herausnehmen und den Raum dafür mit dem nichtdruckenden »Blindmaterial« »freischlagen«.

Zuerst wird das Blau mit Deckweiß aufgehellt und das erste Wort gedruckt.

»YEAR« bekommt dasselbe Blau, nur ohne Deckweiß. Für jeden Druckgang muß die Maschine gewaschen werden und neue Farbe einlaufen.

Die dritte Farbe ist ein bläuliches Violett.

Und so sieht der Druck aus, bevor die vierte Farbe eingedruckt wird. Das große H ist beim Dunkelblau noch einmal mitgelaufen, aber die Letter wurde anders zugerichtet, so daß sie nur partiell druckt.

— Martin Z. Schröder

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Zwei Neujahrskarten 2014 · 18. November 2013

Die neue Werkstatt ist gerade rechtzeitig fertig geworden, um in der Vorweihnachtszeit der Nachfrage gerecht werden zu können. Daran besteht kein Mangel, was sich im gerade größer werdenden Intervall meiner hiesigen Wortmeldungen niederschlägt. Ein Niederschlag meiner Sparsamkeit hingegen, die meiner Berliner Herkunft nicht gerecht wird, ist die erste Neujahrskarte, für die ich erneut das letztjährige Modell umgearbeitet habe.

Diese Karte ist zum Sonderpreis im Online-Shop der Werkstatt erhältlich. Freilich wird sie mit einem passenden Kuvert ausgeliefert.

Verschwendung hingegen beim zweiten Modell. Diese Holzlettern aus einer Frakturschrift sind schon als Objekt an sich schön anzusehen.

Eingefärbte Holzziffern sind auch recht hübsch.

Aber am besten gefällt mir, wenn ich so etwas aus der Druckmaschine ziehen kann. Um solche farblichen Wirkungen zu erzielen, müßte man mit anderen Druckverfahren großen Aufwand betreiben. Im Buchdruck vermögen sie recht leicht herbeigeführt werden, zumindest wenn man weiß, wie es anzustellen ist.

Entschieden habe ich mich letztlich für diese Farben. Die Karte ist dreifarbig auf einen 700 g/qm schweren englischen Karton gedruckt und mit einem dezenten Farbschnitt ausgestattet.

Aus der Schreibmaschinenschrift wurden die drei Wörter zwischen die Holzziffern gesetzt.

Hier ist der Bleisatz zu sehen.

Auch diese Karte gibt es im Online-Shop der Werkstatt. Sie fällt in der Post unbedingt auf! Denn das Kuvert (weiß gefüttert, wird natürlich mitgeliefert) ist nur 90 × 140 mm groß – das kleinste Format, das die Post zum Preis des Standardportos zu befördern sich in Anspruch nehmen läßt. Und weil die Karte so klein ist und auf der bedruckten Seite schon alles wichtige steht (Liebe, Frieden), genügt ihr auf der Rückseite ein handschriftlicher Gruß – wie ein Künstler-Autogramm.

— Martin Z. Schröder

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Pappe · 11. Januar 2013

Maschinengraukarton heißt dieses Material, man kann dazu aber wohl auch Pappe sagen: Es ist kein feiner Stoff, aber gerade seiner Grobheit wegen reizvoll. Ich habe in letzter Zeit öfter Visitenkarten darauf gedruckt und auch ein Puzzle, konnte aber keine Druckprobe verschicken. Nun produziere ich also diese für die Mustermappe.

Gesetzt aus der Schrift Wood Bonnet Antiqua No 7, die Andreas Seidel nach Holzbuchstaben digitalisiert hat und mit typografischem Schmuck aus der Druckerey anreicherte. Stundenlang stand Herr Seidel in meiner Werkstatt und fertigte Handabzüge von Klischees wie dem Kleeblatt, das ich für das Muster verwendet habe.

Auf diesem Bild ist das Original aus Messing zu sehen.

Es ist viel kleiner als das geätzte.

In das Kleeblatt habe ich die Web-Adresse gesetzt. Ich wollte den Schriftzug mit grauer Farbe darstellen und habe deshalb diese Rasterpunkte darübergelegt.

Man sieht sie nur in der Vergrößerung. Jetzt wird die Karte eine gute Woche trocknen, dann wird sie zugeschnitten und bekommt einen Farbschnitt. Ich zeige die Arbeit natürlich, wenn sie fertig ist.

— Martin Z. Schröder

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Eine täuschende Neujahrskarte aus Magenta und Cyan · 9. Dezember 2012

Der Designer Markus Remscheid (Agentur H2D2) hatte sich nach den Maßen der Holzlettern in meiner Werkstatt erkundigt, er würde gern einmal damit arbeiten, am besten für seine Neujahrskarte. Ich sandte ihm von allen Holzschriften die Maße eines großen H und eines kleinen n, digital sind sie ja nicht verfügbar. Mit einer sehr genauen Skizze kam Herr Remscheid in die Werkstatt, die vier Ziffern standen flugs im Schließrahmen, und auch die lasierende Farbe anzumischen für den hier gezeigten Trick, war kein Problem: die rote Farbe “verschwindet” hinter einem roten Transparentpapier. Der Umschlag zeigt deshalb eine (blau gedruckte) 2012.

Mit dem Herausziehen der Karte wechseln die Zahlen, das Magenta wirkt kräftiger und die 2013 tritt in den Vordergrund.

Dem Designer ging es nicht nur um die Trick-Wirkung, sondern auch um die typische Oberfläche von großen Schriften im Buchdruck, wenn sie nicht ganz flächenschließend gedruckt wurden, also nicht mit voller Farbe und vollem Preßdruck.

Die Karten wurden mit einem Farbschnitt in der Farbe der Agentur ausgestattet.

Gedruckt wurde auf einen 715 Gramm pro Quadratmeter schweren Feinkarton, so daß man den Farbschnitt auch noch an der liegenden Karte (es ist beinahe ein Brettchen) deutlich wahrnimmt.

— Martin Z. Schröder

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Sieht aus wie vom Holz · 14. April 2012

Ersatz ist unbeliebt, wenn man ihn nicht braucht. Falsche Zähne, falsche Perlen, falsche Titel. Während Perlen und Titel bloß Eitelkeit befriedigen, sind falsche Zähne hilfreicher als keine. Alles Drucken ist Reproduktion, ist Abklatsch, ist nicht original — und deshalb vielleicht auch irgendwie “falsch”. Trotzdem werden auch zwischen Reproduktionen manchmal Unterschiede gemacht, die gar nichts mit dem Aussehen der Drucksache zu tun haben. Ist es Bleisatz oder ist es nach einer Vorlage geätzt oder graviert? Ob vom Bleisatz oder von der Platte gedruckt wurde, ist nicht zu unterscheiden, wenn die Zurichtung perfekt und der Bleisatz nagelneu ist und wenn der Druck nicht geprägt wurde. Der Charme des Bleisatzes entsteht durch Unregelmäßigkeit, also weil Buchstaben ungleichmäßig abgenutzt sind, manchmal auch angebrochen. Solche Drucke wirken lebendiger. Auch Holzlettern haben ihren Reiz, wie man hier schon oft sehen konnte.

Holzlettern und Schablonenschrift sind hier imitiert worden, und wäre der Druck nicht geprägt, dürfte sogar der Experte Mühe haben, wenn es ihm überhaupt möglich ist, Holzletter von digitalem Nachbau zu unterscheiden. Beim digitalen Satz dieser Schrift werden nämlich Varianten der Buchstaben eingesetzt, es gibt also von jedem Buchstaben mehrere, fast wie im Setzkasten, die unterschiedlich abgenutzt und manchmal auch schadhaft aussehen. Wenn man mit sehr wenig Farbe druckt, zeigen Holzlettern allerdings eine sehr feine Maserung, das können die geätzten nicht, wenn man nicht die Platte noch entsprechend behandelt, also Schleifspuren hineinbringt.

Hier sieht man an den beiden t und den beiden o die Unterschiede. Ein Drucker würde sich bei diesem vergrößerten Bild über die Scharfkantigkeit wundern, denn Holz kann durchaus auch Halbtöne zeigen. Holz würde auch nicht so scharfkantig prägen. Und kein Drucker, der noch alle Ratten im Kronleuchter hat, würde mit Holz zu prägen versuchen. Aber mit dem Imitat ist das möglich, und damit hat der Laie was zu streicheln und der Kenner was zu gucken.

Auch die Beschädigungen wirken in der Vergrößerung zu scharf — man muß aber auch erst einmal auf die Idee kommen, daß es keine Holzlettern sind, um einen Druck solchen Prüfungen zu unterziehen. Die Entwurfsidee läßt sich jedenfalls bestens umsetzen.

Schöpfer aller auf diesem Etikett gedruckten Schriften und Zeichen ist der Berliner Schriftentwerfer und Designer Andreas Seidel. Die Schablonenschrift, in der alle Buchstaben in mehreren Varianten vorhanden sind, heißt Vintage Stencil US No.4 und ist im Fontshop erhältlich.

Die Brotschrift ist die Secca Art Std., und die Ornamente sind unter dem Namen Astype Ornaments Accolades C im Handel bei MyFonts.com und Fontshop.com sowie direkt beim Hersteller astype.de zu bekommen. Noch nicht fertig ist der Holzlettern-Font, den Andreas Seidel in dieser Drucksache eingesetzt hat, die ich als Ansichtssache für einen Papierhersteller angefertigt habe. Darüber demnächst mehr.

— Martin Z. Schröder

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Erste Neujahrskarte für 2012 · 24. Oktober 2011

Ich bin nun sehr in Eile, die Karten zu Weihnachten und Neujahr zu drucken. Hier zeige ich die erste fertige Arbeit. Gesetzt aus Holzziffern, ergänzt durch eine bleierne Vignette und eine Art Etikett, das aus einem Messingoval und Versalien der dreiviertelfetten Futura in Petit (8 Punkt) besteht.

Die Holzlettern sehen noch gut aus, aber die Zurichtung war langwierig. Die Typen mußten stark hinterklebt werden, um sie auf eine gleiche Höhe für halbwegs gleichmäßigen Ausdruck zu bringen. Perfektioniert habe ich es nicht, denn das Aufreißen der Farbe in den Flächen hat eine belebende Wirkung.

Das ist die rote Druckform. Neben dem kleinen Impressum für die Rückseite enthält sie den Conférencier und das kleine Etikett für die Ziffer 2, die im nächsten Jahr an letzter Stelle der Jahreszahl erscheint.

Der Herr im roten Anzug hat auch einen roten Kopf.

An der Druckform aus Blei sieht man, daß er schon erheblich lange seinem Publikum dient.

Runde Druckformen sind immer ein wenig kompliziert, aber drei Versalien sind dann doch schnell gesetzt.

Beim Ausfüllen der Form ist freilich die Unterlänge der Lettern zu beachten.

Die Neujahrskarte vom Bleisatz mit Holz und Messing ist jetzt erhältlich im Online-Shop der Druckerey. Sie wird mit einem silber gefütterten weißen Kuvert ausgeliefert. Wenn Sie mehr als zwanzig Karten ordern möchten, unterbreite ich Ihnen gern ein Angebot mit Mengenrabatt.

— Martin Z. Schröder

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Drucken vom Holz · 4. August 2009

Damit sich der Drucker keinen Bruch hebt, wenn er die Druckform in die Presse bugsiert, sind große Schriften früher aus Holz gemacht worden. Kurzbegriff: Plakatschrift. Ich drucke keine Plakate, aber manchmal setze ich Holzlettern für kleine Drucksachen ein. Ich habe es hier schon gelegentlich gezeigt.

Gestern war eine Einladung zum sechzigsten Geburtstag zu drucken, und die Vorderseite sollte nur die Ziffern zeigen. Um der Seite einen leichten und ein wenig spielerischen Eindruck zu geben, haben wir einen Punkt hinter die serifenlosen und recht strengen Ziffernformen gesetzt.

Während man früher als Drucker bemüht war, auch die Holzlettern korrekt und sauber auszudrucken, wird heute die Unvollkommenheit der hölzernen Typen lieber sichtbar gehalten. Aber das bedeutet nicht, daß man einfach nur nachlässigt druckt, man muß auf eine bestimmte Weise dem Druckbild den gewünschten Charme des Handgemachten verleihen. Schadhafte Holzlettern machen es einem leichter, weil durch Bruchstellen die Holzstruktur sichtbar wird. Aber was, wenn die Lettern in einem guten Zustand sind? Auf dem nebenstehenden Foto wirken die Ziffern einfach nur etwas blaß. Das reicht nicht.

Für den Druck des auf nebenstehendem Foto gezeigten Abzuges wurde der Farbauftrag verstärkt und zugleich der Preßdruck zurückgenommen, so daß innerhalb des Druckbildes die Kontraste stärker werden zwischen Farbe und aufreißenden Stellen.

Für diesen Abzug wurde nur noch der Preßdruck angezogen. Ein solches sattes und scharf konturiertes Schriftbild war früher das Ideal auch für große Holzlettern.

In der Detailaufnahme der Oberfläche sieht man, wie glatt das Holz ist. Die Unebenheiten sind so gering, daß allein damit keine Struktur im Druckbild zu gewinnen ist. Im Bleisatz (oder eben “Holzsatz”) und Buchdruck beeinflußt also der Drucker das Design sehr stark. Käme in meiner Werkstatt nicht alles aus einer Hand, wäre das kaum zu erreichen. Mein Kunde war beim Andruck zugegen und hat sich für eine Druckvariante entscheiden können (die von Bild 3).

Heute haben auf dem Nachbargrundstück Bauarbeiten begonnen. Zuerst mit dem Aushub. Der Bagger strich Sandschicht für Sandschicht vom Grundstück, sehr vorsichtig, als fürchte der Schaufelchauffeur, noch die Bombe zu finden, die dieses Haus im Weltkrieg getroffen hat. Jahrzehntelang standen hier ein paar Garagen, die vor einigen Wochen abgerissen worden waren. Nun bin ich gespannt, wie laut der Spaß wird. Zwei Meter neben meinen Setzregalen wird eine Tiefgarage gebaut. Ende 2010 soll das Haus fertig sein.

Über die Druckerey I “Hey ya’ll, check this out”, sprach man in diesem Blog in Austin/Texas.

Über die Druckerey II Bedauern, der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein, wird in diesem Blog von Diane Faye Zerr in Reading/Pennsylvania geäußert.

Über die Druckerey III Als Illustration zu einem Gedicht erschien ein Rundsatz-Bild in diesem Blog von Janus Blattschneider geeignet.

Über die Druckerey IV Arbeiten aus der Druckerey und deren Umgebung lagen auf diesem Stammtisch in Saarbrücken.

— Martin Z. Schröder

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Spielen · 12. Mai 2009

Kürzlich hatte ich Hochzeitseinladungen und eine dazu passende Danksagung zu drucken. Die Einladungen wurden aus einer Schreibschrift der 30er Jahre gesetzt und mit einer roten Holzletter als Initial geschmückt. Und die Danksagung sollte diese Letter aufnehmen. Wunsch meiner Kunden war, die Holzlettern in der Druckmaschine nicht für den guten Druck zuzurichten, wie wir Drucker es nennen, wenn wir die Unregelmäßigkeiten einer Druckform im Druckbild ausgleichen. Dazu werden auf dem Aufzug, auf dem das Papier für den Druck liegt, und unter dem Lettern oder unter Bildmaterial feine Reliefs geschaffen aus Seidenpapier, die das Druckbild perfektionieren. Hier war dagegen gewünscht worden, die Natur der Holzlettern zu belassen, die Spuren der Zeit an ihnen, die Abnutzungserscheinungen, Kratzer und dergleichen im Druck abzubilden.

Als ich mit der Auflage fertig war, kam mir der Gedanke: Was passiert, wenn ich auf diese Kerbe in der Letter A was draufklebe?

Ich hätte es mir denken können, aber ich war doch erst etwas enttäuscht. Aber eben, weil ich vorher einer Täuschung aufgesessen war. Man kann solche Buchstaben kitten, aber nicht mit dem Aufbringen einer Art Pflaster.

Die Bilder zeigen die Folge von: Was passiert eigentlich, wenn …

Und das hat mich belustigt und in seiner Wirkung doch ziemlich entzückt. Ich habe immerzu etwas geändert an der Druckform, und es ist eine Art Druckgrafik entstanden, die Kunstgattung nennt man Montage- oder Materialdruck.

Da der Kunstbegriff schwer zu definieren ist, die Absicht ebenso sehr dazu gehört wie die Intuition, kann ich die Frage nicht beanworten, ob es Kunst ist. Druckgrafik ist es sicherlich, aber ich halte es nicht für ein Kunstwerk oder nur für ein ganz winziges. Das Schöne an dieser Art von Druckgrafik ist die Überraschung. Anders als beim digitalen Arbeiten weiß man nicht, wie nach der Manipulation der Druckform das Druckbild sein wird. Als Lehrlinge haben wir gerne mit dem Farbstein gespielt. Wenn man auf die ausgewalzte Farbe Waschbenzin spritzt und dann rasch einen Bogen Papier drauflegt, ergeben sich hübsche Muster darauf.

Nach dem Drucken muß die fette Farbe trocknen, meistens zwei Tage, das hängt von der eingesetzten Farbe, dem Papier und der Luft ab. In der letzten Werkstatt-Ecke lege ich die Karten nebeneinander auf Pappen aus.

Preise: 1 Karte mit unbedrucktem Kuvert kostet 3,00 Euro inkl. 19% MWSt. zuzüglich Versand (4 Euro). Wir liefern gegen Vorausrechnung und Vorkasse, solange der Vorrat reicht. Eine Nachauflage ist einstweilen nicht vorgesehen. Und jede Karte sieht ein bißchen (oder mehr) anders aus als die andern!

Freilich sind die Karten auch direkt in der Druckerey erhältlich: mittwochs von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

— Martin Z. Schröder

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Westpaket gotischen Typs · 29. August 2008

Mein Setzerei-Lieferant hatte angekündigt, er werde seiner nächsten Schriftsendung eine Überraschung beifügen. Was dazu führte, daß ich in Zeitnot geriet, weil ich das Paket sofort nach seiner Ankunft aufriß und mich dann lange mit dem Geschenk befaßte, statt mich in Ruhe auf eine Kundenberatung vorzubereiten. Auf dem Foto links liegt ein Schächtelchen, so groß wie eine Streichholzbox, das Spatien für eine Schrift im Grad Diamant, also 4p groß enthält. Die schmalmagere Futura in Diamant ist die kleinste Type meiner Werkstatt. Die Kleinbuchstaben dieser Schrift sind knapp einen Millimeter hoch. Daneben liegt ein Satz lichte Bodoni in Mittel (14p), darunter ein weiterer in Tertia (16p). Solche Schriften eignen sich für alle Arten von Akzidenzen, zusammen mit einer Serifenlosen, etwa der Futura, aber auch mit einer klassizistischen Fraktur wie der Unger-Fraktur.

Bei dem Geschenk von Georg Kraus, dem Mann vom Preußischen Bleisatz-Magazin, dessen großartige Arbeit des Sichtens, Katalogisierens, Aufbereitens von Setzereibeständen stillgelegter Druckereien Werkstätten weltweit einen ständigen Ausbau des Schriftenbestandes mit dem nötigen Mobiliar ermöglicht – bei dessen Geschenk handelt es sich um ein hölzernes Z (eine Anspielung auf mein Mittelinitial) aus einem Alphabet im gotischen Stil, das wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts entworfen wurde. Wie alt die Letter selbst ist, vermag ich nicht zu sagen, wahrscheinlich wurde sie vor 1950 gemacht.

Die Letter ist zehn Konkordanz hoch, das sind vierzig Cicero oder 480 typografische Punkt oder 18,048 cm. Ich habe die Letter in meiner Hand fotografiert, damit man sieht, um welche Verhältnisse es sich handelt. In Zeitnot nun geriet ich, weil ich diese Figur gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin ja das Arbeiten mit räumlicher Schrift gewohnt, aber so eine schöne, ja Skulptur darf man das wohl schon nennen, so eine Skulptur besaß ich bislang nicht und habe sie auch selten in anderen Druckereien gesehen. Sie ist ein Handschmeichler weil aus Holz gemacht und daher viel wärmer als das Blei, mit dem ich sonst umgehe. Ich habe sie mit einer weichen Bürste behandelt und mit Firnis geölt und mit Baumwolle poliert (wie man früher seine Pistolen pflegte) und mich über den Schatz gefreut wie früher über ein neues Matchbox-Auto aus dem Westpaket.

Wie die Letter angefertigt wurde, wüßte ich zu gern. Ist da maschinell gefräst worden? Ich weiß, daß man im 20. Jahrhundert auch in Holz vorgeätzt hat und dann von Hand nachgeschnitten. Spuren von Handarbeit sind jedenfalls sichtbar, wie sich auch hier in der Vergrößerung gut erkennen läßt. Wer Erhellendes mitzuteilen weiß, den bitte ich herzlich um Nutzung der Kommentarfunktion.

Hinweisen möchte ich bei dieser Gelegenheit auf eine Offerte meines Kollegen, der nicht nur Setzerei-Lieferant, sondern auch gelernter Schriftsetzer ist. Georg Kraus bietet seit jüngster Zeit Seminare im Bleisatz an. Wenn man im Blog des Bleisetzers über den ersten Seminarbericht vom Mittwoch hinaus etwas scrollt, gelangt man an sehr interessante und lustige Protokolle über ähnliche Seminare, für die sich ein junger studierter Gebrauchsgrafiker in die Rolle des klassischen “Stifts” begab, um die Wurzeln seiner Profession kennenzulernen. Die Seminare werden für Laien angeboten, aber auch gelernte Setzer, die mal wieder Lettern zur Hand nehmen wollen, können in Ratingen bei Düsseldorf zur Tat schreiten.

— Martin Z. Schröder

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Bedeutender Dank · 28. August 2008

Immer wieder ergibt sich, daß man einmal sehr zu danken hat. Nicht nur für materielle Geschenke, auch für andere Zuwendung. Für Liebe, Freundschaft, Zeit kann der Dank kaum etwas vergelten, aber ein paar freundliche Zeilen erfreuen den Empfänger der Dankes-Note. Für diesen Empfänger ist das Dankschreiben auch schon wieder ein schönes Geschenk. Denn Dank entgegenzunehmen, löst angenehme Gefühle aus. Zu danken schreibt Bedeutung zu nicht nur der Tat oder Gabe, auf die jemand mit dieser Geste antwortet, sondern auch unserem bloßen Dasein. Muß ein so großes Danke wie dieses nicht von Herzen kommen? Wenn man diese Karte einsetzt, nur um einer Verpflichtung nachzukommen, ist man ein glaubhafter Schauspieler.

Ich habe neulich davon berichtet, wie ich eine solche Danksagung von den großen ungleichmäßigen Holzlettern gedruckt habe. Dabei habe ich von der roten Form etwa 80 Karten zusätzlich gedruckt und nun in die Letter A eine kleine grüne Blume gelegt. Oder typografisch gesagt, ein florales Ornament. Jede Karte sieht ein klein wenig anders aus, weil ich die Farbe absichtlich etwas ungleichmäßig aufgetragen habe, um den Charakter des Handgemachten zu verstärken. Bei den meisten Drucksachen aus meiner Werkstatt entdeckt nur der Kenner die Buchdrucktechnik, diese Karten sind für jeden ersichtlich keine Industrieprodukte.

Die Danksagungen haben geschlossen Postkartengröße, technisch gesagt DIN A6, sind auf weißen Karton von Gohrsmühle gedruckt, wobei es sich bei diesem Weißton um ein gebrochenes Weiß handelt, also mit einem leichten Elfenbeinton. Die Karte wird mit einem gefütterten Gohrsmühle-Kuvert geliefert.

Im Shop LetterpressBerlin erhältlich.

— Martin Z. Schröder

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Und das ist nun der Dank · 15. August 2008

Vor einigen Jahren habe ich schon einmal so eine Karte gedruckt, große rote Lettern, in die klein und in schwarz die Namen der Dankenden eingefügt waren. Eine Kundin erfreute sich an dieser Karte so sehr, daß ich nun eine Variante davon drucke. Dafür muß die Farbe so fett aufgetragen werden, daß man die Drucke nicht stapeln kann. Und würde man so einen Stapel durchschießen, so klebte das eingeschossene Papier an der Farbe fest.

Durchschießen? Einschießen? Vor ein paar Jahren erreichte mich die Anfrage eines Übersetzers. Er war auf einen alten Begriff aus der Druckersprache gestoßen, konnte in modernen Lexika keine Erklärung finden und schrieb mir: Wenn ein Journalist 1937 von „durchschossenen Seiten“ schreibt, was genau meint er damit? Der Sinn ist der: Der Journalist soll eine öffentliche Umfrage beantworten. Er tut dies in einem Artikel, fügt aber hinzu: die Wahrheit „tippt Ihnen aber doch keiner auf die durchschossene Seite“. Was meint er? Wie hieße das auf Englisch?

Die Antwort aus der Druckerey lautete:

Mein Herr, zweierlei Erläuterungen darf ich Ihnen vorlegen: eine Kolumne wird durchschossen, indem man Zwischenräume zwischen die Zeilen legt. Der Zeilenzwischenraum ist der Durchschuß. Im Englischen bloß „space“. Vielleicht hat das, was der Journalist meinte, etwas mit „zwischen den Zeilen lesen“ zu tun? So ganz erschließt sich mir der Zusammenhang aber damit nicht. Eine weitere Bedeutung, die der Sache näher kommt, ist das Einschießen von unbedrucktem Papier zwischen frische Druckbogen, deren Entfernung folglich als Ausschießen bezeichnet wird. In manchen Bildbänden folgt auf einen Kunstdruck eine unbedruckte Seite, diese Art Bücher heißt durchschossene Bände. Auch wenn diese Seiten für Notizen gedacht sind. Geschäftsbücher wurden früher mit Löschpapier durchschossen. Aber ob das eine „durchschossene Seite“ ist? Kann sein. Es ist zwar eigentlich eine eingeschossene Seite in einem durchschossenen Buch, aber die Fachsprache geht manchmal auch verquer. Und nun aus dem Oxford Dictionary:
durchschießen
b (Buchbinderei) interleave
c (Druckw.) space out
einschießen
f (Druckw.) interleave; insert

Holzlettern sind von großem Reiz. In ihnen selbst und auch in ihrem Druckbild kann sich die Handarbeit nicht verstecken. Freilich richte ich die Buchstaben zu, klebe Seidenpapier hinter manche Lettern, um sie zu heben oder zu verkanten, damit sie gut ausdrucken. Aber ich treibe es nur soweit, daß man das Wort gut lesen kann. Das Nicht-Perfekte entspricht unserer Vorstellung von schöner Handarbeit.

In seinem Buch „Handwerk“ (2008) schreibt Richard Sennett: „Angesichts der rigorosen Perfektion der Maschine wurde der Handwerker zu einem Emblem menschlicher Individualität, das seine Grundlage in der positiven Bewertung von Abwandlungen, leichten Mängeln und Unregelmäßigkeiten der Handarbeit hatte.“ (Seite 117) „Erst wenn wir verstehen, wie etwas auf perfekte Weise getan werden kann, vermögen wir die Alternative zu erkennen: ein Objekt, das etwas Besonderes an sich hat und Charakter besitzt.“ (Seite 143)

Diese knallroten „Embleme menschlicher Individualität“ sind besonders eigen. Jeder Abzug weicht vom anderen ab, weil ich alle paar Abzüge neue Farbe auf die Walzen gegeben und verrieben habe, weil ich auch manchmal getrockene Farbpartikel nicht entfernte, wodurch sich noch mehr Unregelmäßigkeiten zeigen. Die Drucke werden nun ein paar Tage trocknen, dann bringe ich schwarze Schrift dazu, der Entwurf dafür steht noch nicht fest.

Meine Kundin wird in die Offizin kommen, und dann entwickeln wir gemeinsam einen Entwurf. Ein bißchen verspielt und Dada. Und weil ich von dem roten Vordruck etliche Exemplare zusätzlich gedruckt habe, ergibt sich auch ein Angebot, Karten einzeln zu kaufen. Dafür überlege ich mir noch einen zweiten Entwurf, den ich dann freilich hier zeigen werde.

— Martin Z. Schröder

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