Schreibmaschine
Auf meinen Wunsch hin zeichnete die Künstlerin Barbara Wrede eine Schreibmaschine, wie wir sie bis vor zwanzig Jahren ständig benutzten. Man sieht sie nur noch im Museum. Ich selbst besitze drei davon, weil ich sie nicht einfach wegwerfen kann. Lange habe ich auf zweien von ihnen meine Texte geschrieben. Diese hier ist nun in drei Varianten als Klappkarte zu haben. Einmal pur, ohne Zusätze, geprägt in einen Feinkarton mit filzmarkierter Oberfläche. In das aus der Maschine ragende Blatt Papier können Sie selbst etwas hineinzeichnen oder -schreiben. Hier erhältlich.
Die zweite Ausführung ist als Weihnachtskarte gedacht. Im Onlineshop zu finden unter den Weihnachtskarten wie auch in der Abteilung von Barbara Wredes Werken. Diese Karte wird mit einem rot gefütterten Kuvert geliefert.
Und die dritte schließlich als Gruß- und Glückwunschkarte. Diese Karte wird mit einem grün gefütterten Kuvert geliefert.
Auch davon eine Vergrößerung. Die Karte wird sowohl in der Abteilung Wrede als auch bei den Geburtstagskarten angeboten. Sie kann freilich auch für viele andere Glückwünsche und Gratulationen oder als Grußkarte verwendet werden.
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Holzstich-Exlibris von Hans-Joachim Behrendt
Im Februar hatte ich den ersten Probedruck des Exlibris von Hans-Joachmim Behrendt gezeigt, das er für mich entworfen und gestochen hat. Im Juli war der Künstler nun mit dem fertigen Stock in meiner Werkstatt, und wir haben gemeinsam eine Auflage von etwas über 300 Exemplaren gedruckt.
Die ersten beiden Fotos zeigen noch einmal die Studien, die der Künstler zur Planung des Bildes gezeichnet hatte.
Hier sieht man den Holzstock, auf den mit weißer und schwarzer Tusche das Motiv aufgetragen wurde.
Und dieses ist nun die fertige Arbeit. Insgesamt versammeln sich hier siebzehn Fabelwesen und Tiere um das Wappentier meiner Werkstatt. Der Bär hat den Degen abgelegt, die Brille aufgesetzt und sein Pfeifchen angezündet und liest aus einem seiner (oder meiner) wichtigsten und schönsten Bücher vor, den Essays von Montaigne.
Wir haben sieben Stunden mit der Zurichtung der Druckform zugebracht, bis das, was schwarz sein sollte, schwarz war und die winzigsten weißen Punkte nicht mit Farbe zuliefen. Nach den ersten fünf Stunden hat der Künstler noch einmal das Mikroskop ausgepackt und einige zu flache Stellen vertieft. Das Drucken selbst, die 300 Exemplare, war nach einer guten Viertelstunde erledigt.
Die Bleistiftspitze zeigt auf den Tampen, den Vorläufer der Druckwalze, wie er von den Frühdruckern verwendet wurde und bis heute im Druckerwappen zu sehen ist.
Dieses ist der hölzerne Druckstock, in den Hans-Joachmim Behrendt das Motiv gestochen hat. Er paßt auf eine Handfläche.
Hier eine Vergrößerung desselben.
Und der Abdruck dieses Ausschnittes.
Ich bin überglücklich, ein solches Kunstwerk in Auftrag gegeben zu haben. Der Künstler meinte, er habe noch nie so viele Wesen auf einem Bild untergebracht. Ist es nicht erstaunlich lebendig geworden? Ich halte es für eine bedeutende Meisterschaft, daß all diese Tiere so lebendig geworden sind und ihren eigenen Persönlichkeiten aus ihrer Darstellung sprechen. Die gelassene, müde Souveränität des König Löwen, das Unwohlsein des Hasen in der füchslichen Umarmung. Die ernsthafte Fürsorglichkeit von Pan, dem Gott des Waldes, und die Klugheit im schönen Gesicht des Einhorns. Im Foto läßt sich die Schönheit dieser Arbeit, auch ihr Reichtum, nicht vollendet übertragen. Der Originaldruck ist freilich viel schärfer und kontrastreicher.
tags: exlibris, hans-joachim behrendt, holzstichKommentare [2]
Ein Praktikant (3)
Mit einiger Verspätung möchte ich vom Abschluß des Praktikums berichten und die fertige Arbeit zeigen. Auf dem nebenstehenden Bild sieht man, wie sich mit dem Material aus dem Setzkasten der Entwurf herstellen läßt. Hier setzt der Praktikant der Keunschen Dame gerade einen Arm an, also als Entwurf.
In der Druckvorm muß der Arm freilich richtig befestigt werden. Das ist nicht so einfach, weil im Bleisatz gewöhnlich alles Material im rechten Winkel und Fläche an Fläche zusammengestellt wird.
Auf diesem Foto sind die Schuhe zu sehen, gesetzt aus der Schreibschrift »Legende«.
So sieht schließlich die fertige Arbeit aus, vierfarbig auf dem Heidelberger Tiegel auf DIN A4 gedruckt.
Am letzten Tag hat der fünfzehnjährige Meisterpraktikant sich noch ein Kärtchen für den täglichen Gebrauch angefertigt. Ursprünglich mit seinem Namen, in einer geringen Menge ohne denselben, falls ich selbst einmal Bedarf habe.

