Übergabe
Während die ersten bestellten Märchenschloß-Bücher schon ausgeliefert wurden, begab ich mich in die Räumlichkeiten Max Goldts, um auch dem Autor das Buch zu überreichen.
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Sende einen Glockenton zum neuen Jahr
Wie in jedem Jahr habe ich eine Neujahrskarte gedruckt, die mit selten gelesenen schönen Worten auf die Zukunft einstimmt. Der Goethe-Kenner Gustav Seibt hat mir meinen Wunsch erfüllt und gelesen. Eben nicht nur in den Maximen und Reflexionen, die auch in der Druckerey ein Rüstzeug geben (Duden, Goethe, Montaigne, Tschichold, damit kommt der Drucker wohlgestimmt durch den Tag), sondern in der Erstausgabe der zweiten Fassung von Wilhelm Meisters Wanderjahren hat GS gesucht und mir dieses schwingende Textangebot unterbreitet.
Gedruckt wurde in zwei Farben von der um 1800 erstmals gegossenen Bleisatzschrift Walbaum, deren klassizistische Feinheit, deren zarte Linien auf einem hochglatten Papier am besten ausdrucken.
Es wurde mit einem sehr hellen Grau vom Bleisatz gedruckt.
Die Rückseite der innen unbedruckten Klappkarte zeigt das Impressum.
In einer kleinen Menge habe ich auch ein paar einfache, zweiseitig bedruckte Karten, also keine Klappkarten, zusätzlich gedruckt. Die Klappkarten gibt es im Internetladen der Druckerey, hier ist der Link zu allen Neujahrskarten. Für die einfachen Karten bitte ich um Anfrage oder Bestellung per E-Mail. Der Preis ist der gleiche: 3,00 Euro inklusive gefüttertes Kuvert und gesetzl. MWSt.
Vom Wahnsinn umjubelt
Verehrte Leser und Sammler der Goldt-Editionen der Druckerey,
als ich am Montag dem Autor ein Büchlein überreichte (eine Dokumentation dieser Übergabe-Handlung wird folgen), sprach er: Höre zu, du mein Drucker, du kannst heulen und mit den Zähnen Wut-Hymnen klappern, aber mir sind drei Bände zu wenig für die Schuber-Edition. Außerdem bereitet mir dein Herumgerühre in deinen Lettern so großes Vergnügen und schreibe ich diese kleinen Texte so gerne, daß ich in zwei Jahren ein viertes Buch von dir verlange. Laß uns aus der Trilogie eine Tetralogie machen!
Sag ich: Du bist wohl mit dem Klammerbeutel gepudert! Wie soll ich das denn den Sammlern beibringen? Immerzu kommen Nachfragen. Man hält mich doch für einen Schnösel und Hallodri, ich kann doch nicht sagen: Pustekuchen!
Sagt er: Mußt du ja nicht. Sag ihnen, daß alles nur noch schöner, opulenter, reicher wird. Die Prachtentfaltung und so. Längere Vorfreude. Also schnick und schnack, papperlapapp, wir machen Band vier im Jahr 2012, und 2013 baust du die Schuber-Edition. Das ist so gut ausgedacht, und ich will jetzt keine Widerworte mehr hören.
Erkennen Sie meine Not, verehrte Leser? Ich habe mich über die Nachfrage ja sehr gefreut, aber nun rückt die Annahme von Bestellungen in die Ferne.
Aber es gibt ausgezeichneten Trost, beispielsweise das neue Buch von Katz und Goldt mit dem reizenden Titel Unglück mit allerlei Toten, das ich noch einmal vorstelle, wenn ich es mir angeschaut habe, wozu ich derzeit einfach nicht komme.
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