Auf ein Morgen hoffen · 27. Oktober 2011

Kürzlich gab ich Bericht von den Arbeiten an der diesjährigen Goethe-Karte. Und weil es jetzt recht ordentlich zu tun gibt in der Werkstatt, habe ich mich beeilt, den Entwurf umzusetzen. Diese hier ist also die neue Karte zum neuen Jahr mit dem letzten Spruch des vierten Teils der “Zahmen Xenien”.

Der Spruch ist als Devise gesetzt, aber um als solche zu erscheinen, suchte ich nach einem Mittel, Größenverhältnisse herzustellen.

Welche Größenverhältnisse gibt man einem Tempel? Gesetzt aus drei fetten Messinglinien und einem Dreieck aus Messing.

Hier ist die Druckform zu besichtigen. Das Tempelgerümpel neben dem Säulengang besteht aus bleiernen Schmuckeinfassungen, den Eck-Elementen von Rahmenmaterial.

Dieses Bild zeigt den geschlossenen Schließrahmen für den Heidelberger Tiegel.

Und hier ist der Ausschnitt zu sehen, der gedruckt wird.

Schließlich der Text. Solch einen Versalsatz herzustellen ist wegen des Versalausgleichs recht mühselig. Schließlich müssen alle Buchstabenabstände harmonisch wirken. Ich habe es nicht bis zur Perfektion getrieben, aber es gibt auch keine Löcher oder Verengungen.

So sieht es dann gedruckt aus, hier eine Vergrößerung der zweckenthobenen Eckstücke, die in einem ganz hellen bräunlichen Pastellton gedruckt wurden.

Und da der Text, dem ich aus Grau, Gelb und Gold einen goldenen Farbton gegeben habe, der aber wegen der Farbbeigabe nicht glänzt. Jedenfalls ist mit bloßem Auge kein Glanz zu sehen. Schaut man sich die Buchstaben unter der Lupe an, sind die schimmernden Goldpigmente deutlich wahrnehmbar.

Diese Karten sind nun im Online-Shop der Werkstatt erhältlich in der Rubrik Neujahrskarten. Sie sind auf einen kräftig cremefarbenen glatten, aber nicht glänzenden schottischen Naturkarton gedruckt, im Diplomatenformat, das sich in der Post des Empfängers sehr hübsch bemerkbar macht. Die Karten werden mit einem nur sehr gering helleren Kuvert mit grauem Seidenfutter ausgeliefert.

— Martin Z. Schröder

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Der Goethe zum Jahreswechsel · 21. Oktober 2011

Mein Verbindungsmann zu Goethe, der Historiker und Journalist Gustav Seibt (also nicht dieser, auch nicht dieser, und dieser nur vielleicht, aber auf jedenfall dieser), hat mich auf einen schönen Text für die diesjährige Karte zum Jahreswechsel hingewiesen. Eben wieder Goethe. Und ich habe mir die Erlaubnis erschlichen, einen Text von Gustav Seibt, der am 5. Juli 2011 in der Süddeutschen Zeitung stand, hier nachzudrucken. Zuerst einmal der Goethe nach der Müncher Ausgabe:

Liegt dir Gestern klar und offen,

Wirkst du heute kräftig frei;

Kannst auch auf ein Morgen hoffen

Das nicht minder glücklich sei.

Dufte, knorke und schnafte wird man es heißen müssen, wenn der Drucker nicht nur einen Goethe reproduziert, sondern auch noch eine interessante Erklärung dazu liefert, und wer ist dazu besser berufbar als der Privatgelehrte Seibt? Also ließ sich der gutmütige Mann mit seinem Text in mein Blog zerren:

Das britische Weimar

Dass Goethe nie in England war, dass der Verfasser der „Wahlverwandtschaften“ keinen der Gärten betreten hat, deren symbolische Form er immerhin im Wörlitzer Park, ihrem deutschen Abkömmling, bewundern lernte, ist vielleicht kein Unglück, aber doch schade. Dass das Kontaktverbot durch Napoleons Kontinentalsperre ihn daran hinderte, von Jane Austen Kenntnis zu nehmen, aber ist einfach ärgerlich. Bezeichnen die Bücher der Britin nicht den nächsten Punkt der zeitgenössischen Literatur zu den „Wahlverwandtschaften“, dem Eheroman im Landschaftsgarten?

Wer das Landhaus von Stourhead betritt, am Rande eines der schönsten dieser Gartenkunstwerke, wird von einer Sammlung überrascht, die so Goethe-nah wirkt, als habe sein Kunstberater Meyer sie zusammengestellt: Hackert, Angelika Kauffmann, Mengs sind da vertreten, aber auch Poussin und Ruisdael und viele Italiener, von der Familie Hoare über Generationen von ihren Grand Tours nach Hause gebracht. Ist nicht eher hier das „britische Weimar“, und nicht in Edinburgh, wo es der junge Thomas Carlyle, Goethes schottischer Altersfreund, vermutete? Seit 1824 sandte Carlyle Aufsätze, Bücher und Übersetzungen zur deutschen Literatur nach Weimar, und Goethe war für die „schriftliche Unterhaltung von meiner Fireside zu der Ihrigen“ – also von Kamin zu Kamin – so dankbar, dass die Familie des Schotten mit Buchgeschenken, Stickereien, Bildern aus dem Frauenplan geradezu überschüttet wurde. „German Romance“, ein „Leben Schillers“ – das waren handgreifliche Beweise fürs Entstehen jener „Weltliteratur“, die Goethe als Austausch unter Lebenden verstand, nicht als Kanon.

Zu seinem letzten Geburtstag 1831 erhielt er aus England ein Siegel, das ihm fünfzehn Schriftsteller, darunter Scott, Wordsworth und Carlyle, widmeten. Die Schrift darauf war deutsch: „Ohne Rast, doch ohne Hast“. Der Beschenkte sah darin vor allem einen Ausdruck des Geistes der schenkenden Engländer, da die Maxime „im Grunde ihr eigenes Tun sehr gut ausdrückt“: „Tätigen Sinn, das Tun gezügelt;/ Stetig Streben ohne Hast“ – so wiederholte ein kleines Dankgedicht den Spruch. Es verwundert nicht, wenn man in Thomas Carlyles späterem Londoner Haus, das in Chelsea liegt und wundervoll erhalten ist, über dem Kamin auf ein handschriftlich gewidmetes Porträt Goethes stößt, unter das dieser eine seiner liebsten Maximen gesetzt hat: „Liegt dir Gestern klar und offen,/ Wirkst du heute kräftig frei;/ Kannst auch auf ein Morgen hoffen/ Das nicht minder glücklich sei.“

Der Kern seelischer Gesundheit ist hier in eine Faustregel gefasst. Denn was versucht jede Psychotherapie? Sie klärt das Gestern, verdrängte Traumata und Neurosen, sie will damit den arbeits- und liebesfähigen Menschen wiederherstellen und ihn stabil machen fürs künftige Leben. Wie es um einen selbst bestellt ist, erfährt man, wenn man Goethes Verse mit Fragezeichen versieht: Liegt dir Gestern klar und offen? Hm. Wirkst du heute kräftig frei? Tja. Kannst du auf ein Morgen hoffen, das nicht minder glücklich sei? Das ist die Frage!

Und sie passt nach England, zu Carlyle, der Goethe weniger als Dichter denn als Lebenslehrer verstand, bereits auf der Bahn zu jenem demokratiekritischen Heroismus, der die Menschheit mit dem Appell „Arbeiten und nicht Verzweifeln“ aufmunterte. Ein seltsames Denkmal ist dieses Carlyle-Haus! Gegenüber von Goethes Bild hängt ein Porträt Friedrichs des Großen, für dessen achtbändige Biographie Carlyle den preußischen Orden pour le Mérite und ein Dankschreiben von Kronprinz Friedrich, dem späteren Hundert-Tage-Kaiser, erhielt. Der Weg führte von Weimar nach Berlin, und er widerlegt die Behauptung, die Bahn vom Humanismus zum Machtstaat sei ausschließlich eine Angelegenheit Deutschlands. An Thomas Carlyles Fireside hat man sie auf wenigen Quadratmetern vor Augen. GUSTAV SEIBT

Ich habe den Spruch seit Juli mit mir herumgetragen, ihn mal klar und mal spröde gefunden, lange keine Vorstellung gehabt, wie man ihn denn einmal ohne die Walbaum und auf Mitte setzen könnte. Und schließlich kam ich auf den Gedanken, den Text als Inschrift zu nehmen. Wie gemeißelt, als in Stein gehauene Devise, unter der man hindurchgehen kann, vom Gestern ins Heute. Die Erler-Versalien und die Trump-Gravur kamen in die engere Wahl, weil sie als lichte Schriften für den räumlichen Eindruck geeignet sind und in den passenden Größen in Blei vorhanden.

Hier sehen wir die Trump-Gravur von Georg Trump, anno 1960 erstmals gegossen in der Schriftgießerei C.E. Weber in Stuttgart. Dies hier ist ein erster Abzug. Weil die Wortzwischenräume recht eng gehalten sind, was man mit verschiedenen Mitteln in so einer Gravur ausgleichen kann, beispielsweise durch auf Mitte stehende Punkte zwischen den eng gestellten Wörtern, fiel mir ein, alle Anfangsbuchstaben zu röteln. Dies ist hier skizziert. Die Karte soll zu klappen sein, man kann also innen schreiben. Nur hängen die vier Zeilen am oberen Rand der Vorderseite etwas einsam herum, der Eindruck der Inschrift entsteht erst, wenn man zu einem zweiten Ding einen Bezug herstellen kann. Ich werde also noch irgend etwas dazunehmen müssen. Noch ist Schulterzucken, ich fiebere einem vernünftigen Gedanken entgegen. Kommende Woche sollen die Karten gedruckt werden.

— Martin Z. Schröder

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Jeder fängt von vorne an · 25. April 2011

Welchen Text ich zu dieser Uhr drucken könnte, habe ich ein Weilchen überlegt. Und es wird keinen ständigen Leser dieser Veranstaltung wundern, daß ich mich für einen von Goethe entschieden habe: “Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder einzelne aber fängt doch von vorne an.”

Ich glaube, dieser Stil, Vignetten zu machen, ist aus technischen Gründen ganz verschwunden. Ich weiß leider nicht, wie Zeichner diese Art Illustrationen früher gemacht haben. Ob da auf Papier gezeichnet oder in Blei geschnitten wurde. Oder ob es technische Hilfsmittel gab, was ich wegen der exakten Linien vermute.

Auch Ketten, Gewicht und Pendel sind so schön genau ausgearbeitet.

Und in den Uhrkasten geschnitzt sind zwei Kinder, die auf dem Felde sich einer Wippe als Spielzeug bedienen.

Zu den Osterfeiertagen kommt man mal dazu, auf alte Art in Ruhe einen Text zu setzen, den Umfang zu skizzieren und einen Entwurf zu kleben. Das Kleben habe ich weggelassen, als ich einen hatte.

Diesmal habe ich die Schrift Delphin eingesetzt. Ich habe an anderer Stelle schon vor Jahren (Mannomann, dieses Blog hat ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel!) über die Delphin geschrieben.

Auf der Rückseite der Klappkarte gibt es ein kleines Impressum, gesetzt aus Futura. Ich setze jetzt immer das Jahr des Drucks hinzu, damit ich mich später freundlich erinnern kann, wann ich was gedruckt habe. Und damit man nicht denkt, die Karte sei von 1960 oder so.

Die Schrift habe ich mit einem sehr hellen Blaugraun gedruckt.

Und natürlich gibt’s die Karte zu kaufen, beispielsweise hier. Sie ist freilich auch als Karte zur Geburt, zu Neujahr und zur freundlichen Erinnerung gedacht. Man kann sogar mahnende Worte an seine Kinder darauf verfassen. Die Rubrik sollte ich im Shop noch einrichten. Was könnte ich da noch drucken? “Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber”, Bernard Shaw. So was in der Art eben.

— Martin Z. Schröder

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Sende einen Glockenton zum neuen Jahr · 21. Oktober 2010

Wie in jedem Jahr habe ich eine Neujahrskarte gedruckt, die mit selten gelesenen schönen Worten auf die Zukunft einstimmt. Der Goethe-Kenner Gustav Seibt hat mir meinen Wunsch erfüllt und gelesen. Eben nicht nur in den Maximen und Reflexionen, die auch in der Druckerey ein Rüstzeug geben (Duden, Goethe, Montaigne, Tschichold, damit kommt der Drucker wohlgestimmt durch den Tag), sondern in der Erstausgabe der zweiten Fassung von Wilhelm Meisters Wanderjahren hat GS gesucht und mir dieses schwingende Textangebot unterbreitet.

Gedruckt wurde in zwei Farben von der um 1800 erstmals gegossenen Bleisatzschrift Walbaum, deren klassizistische Feinheit, deren zarte Linien auf einem hochglatten Papier am besten ausdrucken.

Es wurde mit einem sehr hellen Grau vom Bleisatz gedruckt.

Die Rückseite der innen unbedruckten Klappkarte zeigt das Impressum.

In einer kleinen Menge habe ich auch ein paar einfache, zweiseitig bedruckte Karten, also keine Klappkarten, zusätzlich gedruckt. Die Klappkarten gibt es im Internetladen der Druckerey, hier ist der Link zu allen Neujahrskarten. Für die einfachen Karten bitte ich um Anfrage oder Bestellung per E-Mail. Der Preis ist der gleiche: 3,00 Euro inklusive gefüttertes Kuvert und gesetzl. MWSt.

— Martin Z. Schröder

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Karte zum Jahreswechsel von 2009 zu 2010, Neudruck zu 2011 · 3. Oktober 2009

Zum in knapp drei Monaten bevorstehenden Jahreswechsel habe ich wie in den vergangenen zwei Jahren eine Karte mit einem Zitat der deutschen Klassik gedruckt. Im Entwurf dieser Karte steht noch eine Worttrennung. Aber mit kleinen Eingriffen läßt sie sich vermeiden. Ich habe gestern den Bleisatz gezeigt.

Hier nun der vom Bleisatz aus der Garamond gedruckte Text in seiner ganzen Pracht. Ich verdanke ihn einem Goethe-Kenner ersten Ranges, der aus seinen Quellen den hier nun gedruckten Wortlaut abschöpfte und mich dazu wissen ließ, woher er ihn genommen habe, nämlich “nach einer guten Ausgabe (historisch-kritisch gibt es von diesem Text noch nicht). Der Änderungen gegenüber der ersten Version sind dreie: “werthen” mit th; nach “gewährt” ein Semikolon statt des Kommas; nach “an sein Ziel gelangt” das Komma weg. Die Interpunktion sollte man übernehmen, da war Goethe sehr sorgfältig. Das “h” bei “werthen” stelle ich anheim, das hat für unser Auge leicht etwas Verzopftes, was Goethe bestimmt nicht beabsichtigte, er folgte da nur einer Konvention.”

Und mein Gewährsmann Gustav Seibt ließ mich auch mit der Rückseite nicht allein: “Für den Quellenvermerk an der Rückseite ist zu beachten, dass Goethe “Winckelmann” ohne ck schrieb. Im Titelblatt seiner Schrift heißt es: “Winkelmann und sein Jahrhundert”. Viele neuere Ausgaben schreiben allerdings W. wie herkömmlich.” Ich habe für diese Karte die Schreibweise von Goethe übernommen.

Gedruckt wurde der Text wie ein barockes Figurengedicht: die Schrift schwarz und rot, dazu ein nachtblauer achtzackiger Stern. Gedruckt wurde auf einen weichen, auch mit der Feder gut beschreibbaren Karton aus reiner Baumwolle aus der belgischen Papiermühle Pelletier.

Auch der Stern ist aus Blei.

Das Papier ist so weich und zugleich so wenig glatt, daß man ein wenig mehr Prägedruck geben muß, damit die Farbfläche nicht aufreißt.

Es ist dieses Jahr eine einfache Karte, auf der Rückseite stehen am Fuß …

… die Quelle …

… und ein Druckvermerk.

Ausgeliefert wird die Karte nach Wunsch einzeln oder mit einem dunkelblau gefütterten Kuvert. Preise: Die einzelne Karte kostet 2,70 pro Stück. Ab 10 Stück: 2,50 per Stück. Auf Wunsch mit gefüttertem Kuvert, dann 3,00 Euro per Set (eine Karte mit einem Kuvert). Ab 10 Karten mit 10 Kuverts: 2,70 Euro per Set. Alle Preise inklusive 19% Mehrwertsteuer zuzüglich Versand. Hier bekannte Kunden der Druckerey erhalten die Ware mit beigefügter Rechnung, neue Kunden bitte ich um Vorauszahlung. Und freilich kann man die Karten auch direkt in der Werkstatt kaufen. Übrigens sind auch noch Hölderlin-Karten, die vom vergangenen Jahr, in kleiner Menge lieferbar. Aktualisierung Herbst 2010: Die Karten sind mit anderen Farben auf ein größeres Format und als Klappkarte neu gedruckt worden und jetzt hier erhältlich.

— Martin Z. Schröder

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Hängen an Wänden · 3. Dezember 2007

An den Wänden meiner Offizin hängt Kunst. Und zwar Originale. Warum sollte sich einer, der auf den originalen Druck in kleiner Auflage Wert legt, Werke in Massenauflagen an die Wand pinnen? Künstler und Rahmenbauer haben hier gewirkt. Ist das seltsam oder nicht: Meine liebsten Bilder sind die, für die ich das meiste Geld ausgegeben habe. (Abgesehen von der Franz-Marc-Imitation in Kreide aus dem Kunstunterricht, die mir ein geliebter Mensch einst schenkte und die ich in Gold rahmen ließ.) Vielleicht ähnelt das einem Rezept der Psychoanalyse: das Honorar soll den Leidensdruck erhöhen, damit der Patient schnell zum Kern vordringt. Übertragen auf meine Kunst: Der Preis für die beiden Werke erhöht die Befriedigung, eine Kostbarkeit zu besitzen, ich hab dafür auf andere Dinge verzichtet. Vielleicht auch ist der Kauf von Kunst eine Form von Eitelkeit: Man ist, was man hängt.

Ich bin schon seit fast zehn Jahren Wrede-Sammler. Jüngst durfte ich als solcher eine Rede halten aus Anlaß eines Atelier-Rundganges. Daraus ein Auszug:

Barbara Wredes sehr verehrte Gäste! Daß Frau B. uns zum Auspacken eingeladen hat, erweist sich als Herausforderung. Wir stehen hier vor einem Überfluß, wie er auch in der Eremitage in Sankt Petersburg ausgestellt wird – die Bilder dicht an dicht bis unter die Decke – weshalb man die Methode auch Petersburger Hängung nennt. In Petersburg soll die schiere Menge den Betrachter beeindrucken, ähnlich kennen wir das aus dem Schloß Sanssouci in Potsdam. Ob man privat als Sammler solche Mengen hängt, ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. In meinen privaten Räumen pflege ich Petersburger Hängung, weil es sich so ergeben hat. Da hängen meine Berliner Urgroßeltern neben Wredeschen kolorierten Linolschnitten und der Großvater neben einem Wredeschen Tusche-Tier, das mit aufgerissener Schnauze für einen Papageien zum Problembären wird, unweit einiger Kaltnadelradierungen von Rembrandt.

Was ich aber jüngst von Barbara Wrede erworben habe, hängt einzeln in meiner Werkstatt, und die Verwandlung, die das Werk nimmt, wenn es aus der Menge herausgehoben wird, hat mich erstaunt. Es tritt deutlich hervor, entfaltet ein Eigenleben und bebildert für mich nun einen Roman von Patricia Highsmith, die ich so verehre wie die Künstlerin Wrede. Ich habe zwei der Werke aus der Serie „Männer die sich ausziehen“ gekauft und umgetauft, es sind nun der talentierte Mr. Ripley einerseits und sein erstes Opfer, Dickie Greenleaf, auf dem Wege zum Strand in Italien. Mr. Ripley hat in allen fünf Romanen mehr als 15 Männer zum Tode befördert.

Der Zugang zu Wredes Bildern ist manchmal schwer zu finden. Aber das ist ein Merkmal von Luxus, sie brauchen eben etwas von unserer Zeit. Daß Bilder Geschichten erzählen, ist sicherlich eine Binsenweisheit, aber die Wredeschen Geschichten muß man sich selbst mit einigem Aufwand an Phantasie ausdenken, und so wachsen einem ihre Werke ans Herz, wenn man es nur einmal geöffnet hat. Den Blick, den Barbara Wrede über ihre Umgebung schweifen läßt, kann ich nur liebevoll zugeneigt nennen. Sie sieht Dinge, die uns gräßlich und grauenhaft sind. Sie sieht Einsamkeit, Raufereien, Schmerz, allerlei Elend, aber sie verwandelt unseren Blick. Ich habe selbst als Sozialarbeiter im Gefängnis in Moabit düstere Gestalten und Leid gesehen und bilde mir ein, daß Barbara Wrede wie ich damals diese Bilder nicht nur hinnimmt und als Anklage ans Schweinesystem wiedergibt, sondern Barbara Wrede mikroskopiert, und zwar so lange, bis sie auch im Finstern eine schöne Linie gefunden hat, die vielleicht wehtun kann, aber das alles erträglich machen und oft sogar anziehend, denn das Dunkle kann auch locken; es murmelt seine Geschichten, manchmal schreit es sie, es braucht ruhige Zuhörer, Entdecker, Menschenfreunde. Wredes Bilder sind, schaut man nur genauer hin, melancholisch und verträumt, und deswegen sind sie so schön, daß ich sie mir aufhänge.

Zu meinen beiden Ripley-Bildern bin ich über ein Foto gekommen, auf dem beide nebeneinander so abgebildet waren, wie sie heute bei mir hängen, also vereinzelt, nicht umgeben von anderen. Ich wußte nicht warum, aber sie haben mich nicht ruhen lassen, bis ich sie im Original gesehen habe und sie sofort einen so starken Wunsch nach Besitz weckten, wie ich ihn zuletzt in Kindertagen erlebte, als es um einen großen Sattelschlepper ging, den man mit in die Badewanne nehmen und als Arche verwenden konnte. Inzwischen weiß ich ich ja, welche Geschichte die beiden Bilder mir erzählen, endlich kann ich Mr. Ripley sehen, diesen ewigen Gewinner und Genießer und übrigens auch Kunstsammler. Meine Ansprüche sind heute also andere, meine Freude am Besitz währt aber auch deutlich länger und wächst sogar mit der Zeit. Immer wieder kommt es vor, daß ich vor den Bildern stehenbleibe, sie bewundere und mich freue, sie zu haben. Ende des Reden-Auszugs

Und dazu habe ich noch einen (in diesem Blog ohnehin stark repräsentierten weil zu den Hausgöttern zählenden) Goethe. Aus den “Wahlverwandtschaften”: Die Kunst an und für sich selbst ist edel; deshalb fürchtet sich der Künstler nicht vor dem Gemeinen. Ja, indem er es aufnimmt, ist es schon geadelt, und so sehen wir die größten Künstler mit Kühnheit ihr Majestätsrecht ausüben.

Was Kunst mit Bleisatz zu tun hat? Der Schriftsetzer wäre ohne Kunstgeschichte ein armer Wicht. Er hat ja sie täglich zwischen den Fingern; die Begriffe aus der Schriftklassifikation sagen es, wenn auch etwas steril: Renaissance, Klassizismus, für die neuen serifenlosen Schriften vom Ende des 19. Jahrhunderts könnte man auch Jugendstil und die Klassische Moderne als Begriffe ins Feld führen. All diese Schriften sind freilich einem kulturellen Kontext erwachsen, ihre Schöpfer waren Schriftkünstler, die in ihrer kulturellen Umwelt aufgingen, sie haben ihre Welt zeitgenössisch in der Letter gespiegelt. Ein Typograf wird eine Schrift nicht durchdacht zur Geltung bringen können, wenn er das kulturelle Gewebe ihrer Herkunft nicht zwischen den Fingern zu spüren vermag. Dazu gehört nicht nur die bildende Kunst, auch die Literatur. Aus heutiger Sicht steht ein Goethe der Antiqua, und zwar der klassizistischen, damals modernen Type viel näher als der Fraktur, in welcher seine Bücher auch gesetzt wurden. Das muß auch einer wissen, der vorwiegend Akzidenzen setzt. Denn wer nun auf einer Visitenkarte eine Englische Schreibschrift mit einer Garamond kombiniert und dieses giftige Gemisch auch noch in ein Format mit falschen Proportionen stellt, der wird spätestens an einem Kunden mit ein wenig Kunstverstand scheitern müssen. Um noch einmal mit Grand Old JWG zu sprechen: Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst, und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.

Gesetzmäßigkeiten der Bildaufteilung, der Proportionen und der Farbgebung sind ebenfalls Lehren, die aus der Bildenden Kunst zu ziehen sind. Bevor ich einst eine Serie konstruktivistischer Briefbogen entwarf, bin ich ins Berliner Bauhaus-Archiv gestapft und hab mich an den Farben Kandinskys gelabt.

Die bedeutendste Lehre ist aber die Freude am Entwurf, an der Bildgebung. Der sollte man auch nachspüren, wenn man ins Museum geht, egal ob alter Meister oder jüngere Kunst aufgesucht wird. Und wenn ein Typograf und Schriftsetzer selbst ein wenig kritzelt und dilettiert (letzte Abbildung) und dies als Erholung zur strengen Kunst der Schrift begreift, dann wird er Ermüdung im Schauen nicht so bald gewahren müssen.

Ab und zu zeichne ich also selbst. Manchmal sind es farbige Bilder (Buntstift oder Kreide), meistens aber zeichne ich mit dem, was mir gerade in die Finger kommt. Selten abstrakt, meistens figürlich. Ein Pferd zu zeichnen, eine maulende Katze, ein Schwein in Uniform, eine Eisenbahn, eine mehrsprachige Ratte, einen müden Hund, das entspannt. Ich verwende die Rückseite dann oft als Briefpapier, denn wenn ein Bild fertig ist, brauche ich es nicht mehr. Manchmal zeichne ich auch und verschenke ein Werk, einige haben es bis zu einem Rahmenbauer nach Oslo gebracht und hängen nun in einer Osloer Wohnung. Früher habe ich gelegentlich meine Texte illustriert, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung und einige Magazine haben’s gern gedruckt. Heute geht’s mir um die Übung, der ich Spaß abgewinne, ich bin kein Künstler.

Barbara Wrede übrigens hat nicht nur eine Internetseite, sie hat auch noch eine weitere mit einem, soviel ich weiß, einmaligen Angebot: Vision By Call. Von diesen Visionen ließ ich schon drei “verwirklichen”.

— Martin Z. Schröder

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Heitere Ehrerbietung (vergriffen) · 23. November 2007

Gelegentlich sucht man nach einer Karte, um etwas festlicher einzuladen: Zum Schmausen oder weil im ehemaligen Rauchzimmer der China-Schrank mit den Spirituosen fast birst und leergetrunken werden MUß. (Dieses ß ist eine typolitische Demonstration, deren Transparente hier zu lesen sind.)

Oder man sucht nach einer Karte, um sich für eine Einladung zu bedanken, weil es so ein ausnehmend freundlicher Abend war. Oder man hat die Kur in Bad Wörishofen oder anderswo mit ganz reizenden Menschen verbracht und möchte ihnen dafür noch postalisch ein Kompliment übermitteln.

Was liegt näher, als Goethe zu befragen, der für all diese Anlässe freundlicherweise einen so reizenden Satz in seine “Wahlverwandtschaften” geschrieben hat, daß ich nicht widerstehen konnte, daraus eine Karte zu fabrizieren: Eine Klappkarte in Echt Bütten im Diplomatenformat, also etwas größer als die gewöhnliche Postkarte, bedruckt mit einem floralen Ornament und dem Dichter-Zitat aus der kursiven Walbaum, womit ich die neulich bereits annoncierte Schriftprobe gebe.

Eine “Lieblingsschrift” habe ich nicht. Aber jede Schrift löst andere Empfindungen aus, rührt an eine eigene Saite. Die kursive Walbaum ist eine überaus zierhafte, eigenwillige, elegante, manchmal leicht verschrobene, energische, stolze Type des Klassizismus. Der Pfarrerssohn und gelernte Konditor und spätere Notenstecher Justus Erich Walbaum, der von 1768 bis 1837 auf Erden wandelte, schuf sie, nachdem er 1796 in Goslar eine Schriftgießerei gegründet hatte. Mit dieser zog er 1803 nach Weimar. 1836 erwarb die Schriftgießerei Brockhaus die Originalmatritzen, welche 1918 in den Besitz der H. Berthold AG übergingen. Sie ist bis heute international verbreitet. In Berlin ist sie einem größeren Publikum durch ihren Einsatz in der Berliner Zeitung bekannt. Allerdings sind die digitalen Züge vom Original noch entfernt, so schön wie hier ist sie also auf Drucksachen der Gegenwart selten zu besichtigen.

Ich habe nur eine kleine Auflage gedruckt, 200 Stück, eine Nachauflage wird es nicht geben. Die Farben sind von Hand gemischt: ein dunkles Braun zu einem rötlich angehauchten dunklen Blau. Das Farbverhältnis habe ich aus der Farbenlehre von Paul Renner geklaut, die ich hier im Blog am 16ten Oktober erwähnte (auch im Stichwortverzeichnis am Fuß der Seite unter farbenlehre zu finden).

Auflage: 200 Stück AUSVERKAUFT

Preis pro Karte: 2,45 Euro inkl. Kuvert Echt Bütten mit grauem Seidenfutter und inklusive gesetzl. MWSt., zuzügl. Versand

Bestellung: per Brief oder E-Mail an eine der unter Kontakt angegebenen Adressen.

— Martin Z. Schröder

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Wen grüßt Gott? · 14. November 2007

Betritt ein Schriftsetzer oder ein Buchdrucker oder ein Kenner eine Buchdruckerei (mit „Buchdruck“ ist das Verfahren, die Technologie gemeint, nicht ausschließlich das Drucken von Büchern), so spricht er: „Gott grüß die Kunst!“ darauf schallt es zurück: „Gott grüße sie!“ Und das „sie“ wird kleingeschrieben, denn damit ist ebenfalls die „Kunst“ gemeint, genauer: die Handwerkskunst. Anschließend wünscht man sich als Personen gegenseitig einen guten Tag und dergleichen.

Inwiefern das Handwerk eine Kunst ist? Ein andermal. Es gibt ein Büchlein aus der Schriftgießerei Klingspor mit Texten vom großen Schriftkünstler und Typografen Walter Tiemann, das zur Zeit beispielsweise im PBM bei Georg Kraus erhältlich ist (Dieser Link linkt nur, solange das Büchlein angeboten wird) und worin Tiemann die Begriffe Kunst, Genie, Talent auseinandernimmt und in Zusammenhang mit Religion und mit dem deutschen Wort “Begabung” stellt, ohne die keine Kunst sein könne. Die Handwerkskunst der Schriftsetzerei ist aber noch etwas ganz anderes. Weder ist sie Seiltanzen noch Haarkräuseln, sie wird vielleicht beschrieben mit dem, was Tiemann von Goethe zitiert: “Die Abgründe der Ahnung, ein sichtbares Anschauen der Gegenwart, mathematische Tiefe, physische Genauigkeit, Höhe der Vernunft, Schärfe des Verstandes, bewegliche, sehnsuchtsvolle Phantasie, liebevolle Freude am Sinnlichen – nichts kann entbehrt werden zum fruchtbaren Ergreifen des Augenblicks, wodurch ganz allein ein Kunstwerk, von welchem Gehalt es auch sei, entstehen kann.” Der Typograph Jan Tschichold hat die Typographie eine Schwester der Architektur genannt und zur dienenden Kunst erklärt. Und wenn Tiemann den Goethe nur um einen Satz ausgedehnter wiedergegeben hätte, würden wir sehen, daß Goethe seine Definition von Kunst auf die Wissenschaften übertragen sehen wollte. Und mit Tschichold wiederum, der die Typographie zur Wissenschaft erklärte (und berechenbarer machte), würde sich ein Kreis schließen.

Und das Foto? Schon wieder so ein hölzerner Geselle? Er hört auf die Namen Pinocchio, Burattino und Zäpfel Kern (oder auch nicht), stammt aus meinen frühen Jahren und macht sich unentbehrlich, wenn meine Kunden manchmal so junge Menschen mit sich führen, die man nicht ohne Gefahr frei herumlaufen lassen kann in einer Werkstatt. Der hölzerne Knabe hilft dann ein bißchen, die Zeit auch für Kleinkinder angenehm werden zu lassen.

Zurück zum Gruß: Die oben erwähnte Grußformel aus Rede und Gegenrede wurde früher geübt in der Buchdruckerei im ganzen deutschen Sprachraum. Ich wüßte gern mehr über diese Grußformel, weil ich nicht sicher bin, ob das, was ich geschrieben habe über Sinn von Rede und Gegenrede, mir erzählt wurde von älteren Kollegen oder ob es meine Interpretation ist. Kann jemand helfen?

— Martin Z. Schröder

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Drucken vom Bleisatz für Goethes Zukunft · 11. Oktober 2007

Eine Karte zum neuen Jahr druckt man mit etwas Muße im Herbst, nicht erst vor Weihnachten, wenn ohnehin viel zu tun ist. Satzschrift ist die Garamond. Und Goethes Wahlverwandtschaften erweisen sich wieder einmal als randvolle Schatztruhe. Ein Foto der kompletten Karte muß der Fotograf noch machen. Hier einstweilen ein Bild der Rückseite.

Die goldene Farbe hatte ich ja schon am 8. Oktober gedruckt. Vier Druckgänge wird die Karte durchlaufen.

— Martin Z. Schröder

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Karte zum Jahreswechsel von 2007 zu 2008 (vergriffen) · 11. Oktober 2007

Ausverkauft. Ein neues Angebot folgt im Herbst 2008.

Hier die komplette Neujahrskarte, eine Klappkarte in Echt Bütten. Auf der ersten Seite dreifarbiger Druck: Goldenes Ornament, Schrift in eigens angemischten Grün- und Blautönen. Innen ist die Karte unbedruckt, auf der Rückseite steht ein Impressum mit dem Hinweis auf Goethe als Autor. Die Karte wurde in einer Auflage von 250 Stück auf der Handpresse gedruckt.

Wir verkaufen sie zum Stückpreis von 2,70 Euro inklusive gefüttertes Kuvert aus Echt Bütten und inklusive Mehrwertsteuer, nur das Porto käme hinzu, wenn Sie unsere Werkstatt nicht selbst aufsuchen können. Wir liefern, solange der Vorrat reicht. Ein Nachdruck ist nicht vorgesehen, weil ich mich nicht gern typografisch zitiere, die Auflage ist also limitiert. Unter Kontakt (links, letzter Knopf) finden Sie die Adresse des Hauses.

Auf Wunsch können wir in die Karten etwas eindrucken, aber womöglich wäre dann eine eigene Komplettanfertigung in Erwägung zu ziehen. Diese bitte ich Sie übrigens rechtzeitig zu avisieren, denn ab November beginnt wieder das schöne Drucken feiner Weihnachtsgeschenke und verlängert sich die Produktionszeit.

Und weil die Sonne so schön schien, hat der Fotograf noch eine Karte mit einem Text von Adolf Glaßbrenner, unserm bekanntesten Berliner Volksdichter, abgelichtet. Schriften: Excelsior (Englische Schreibschrift) und Futura mager. Ebenfalls auf Echt Bütten im schmalen Damenformat und als Klappkarte. Hier war die Auflage deutlich kleiner, diese Karte (mit gefüttertem Echt-Bütten-Kuvert) kostet deshalb mehr: 4,20 Euro inkl. MWSt. zuzügl. Versand.

— Martin Z. Schröder

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