Von den Waffen im Kinderzimmer · 21. Dezember 2017

Vor einigen Tagen erhielt ich die frohe Botschaft, eine Stiftung werde mit einem finanziellen Beitrag meine Idee fördern, mit dem Bleisatz und Buchdruck schlecht lesenden und schreibenden Grundschülern einer benachbarten Grundschule einen freudvollen Zugang zur Schrift zu ermöglichen. Schon Anfang des Jahres sollen vier Kinder den Versuch mit mir beginnen. Einen Lehrplan wird es nicht geben, da jedes Kind andere Hürden zu überwinden hat und ich diese noch nicht kenne. (Die Überlegungen dazu finden Sie in diesem PDF.) Ich lasse mich darauf ein, die Möglichkeiten zu durchdenken, damit ich die richtigen Offerten finde, wenn die Kinder in der Werkstatt stehen. Dabei fiel mir eine alte Geschichte ein, die sich vor acht Jahren zutrug.

Anno 2009 hatte einer meiner Schüler den Wunsch geäußert, eine Maschinenpistole zu bauen. Ich habe das damals hier im Druckerey-Blog nur kurz erwähnt, nicht aber die Hintergründe dazu. Ich wollte sie schon immer mal notieren.

Der Knabe damals, also vor acht Jahren, hatte seinen ersten Tag in unserer Arbeitsgemeinschaft, für die ich einmal pro Woche sechs Kinder aus einer Grundschule in meine Werkstatt holte. Das Kind war mir von professioneller Seite überlassen worden mit dem knappen Hinweis, es sei »schwierig«.

Nun habe ich zwar selbst einmal in das Mysterium der Erziehungskunde ein wenig hineinstudiert, mit Diplom und staatlicher Anerkennung gar, vor allem aber Romane gelesen, in denen Figuren wie Betsey Trotwood vorkommen (Sie kennen vielleicht »David Copperfield« von Charles Dickens?). Oder der Graf von Monte Christo (Dumas). Um nur zwei Klassiker zu erwähnen, in denen sich eine ältere Dame und ein Krieger in den besten Jahren um etwas bemühen, das »schwierige« Kinder gern öfter fänden: Gerechtigkeit und Verständnis. Ich finde Hinweise und Warnungen wie »schwieriges Kind« wenig nützlich und habe aus solchen Romanen gelernt, daß der Mensch zuerst das naheliegende tun sollte, bevor er sich um die Etiketten der Pädagogie kümmert.

Wenn Kinder mit dem Stigma »schwierig« weitergereicht werden, hat das doch Folgen? Selbst wenn man sich fest vornimmt, jede Begegnung vorurteilsfrei zu beginnen, so setzt ein solcher Hinweis Schranken ins Unterbewußte, die man sich erst bewußt machen muß, um sie mühsam wieder hochzuziehen. Und wieviel mag man sogar unbewußt am Stigma mitwirken, weil man sich nicht unmittelbar gegen alle Vorurteile gänzlich wehren kann?

Als ich das Kind dann sah, dazu das blöde Etikett »schwierig« vor dem inneren Auge, öffnete sich mir gewissermaßen ein Begleitbüchlein zum Pädagogenhinweis: schüchtern, schweigsam, ein ganz klein wenig pummelig, etwas steif und ungelenk, Trotz im Blick – das ist einfach kein Wunschbild für bestimmte Erzieher. Auf dem Weg in die Werkstatt kamen wir noch nicht ins Gespräch. In der Werkstatt dann wurde wie immer als erstes verabredet, was jeder machen möchte. – Ich hatte eine Art Wunderkind in der Gruppe, das beharrlich ein Buch mit eigenen Gedichten füllte. Andere langweilten sich erst eine Viertelstunde und hatten dann Ideen, oft sehr gute. (Langeweile wird heute leider nicht mehr geschätzt – als Startphase, als Bedingung, sich selbst zu bewegen. Die Köpfe sind voll mit vorgekauten Gedanken.) Wieder andere Kinder brachten einen Plan mit oder sprudelten sowieso vor Einfällen. Es gab auch Tage, da brachte einer mal gar nichts selbst zustande, sondern schaute nur zu, vielleicht aus Ermattung. Ich fand das vernünftig. Wir hatten keinen Produktionsplan. Und man lernt auch beim Zuschauen. Nach einigen Wochen brauchte ich nur noch ungefähre technische Anleitungen zu geben, die Kinder kamen gut für einige Zeit allein zurecht.

Das »schwierige« Kind, das zum ersten Mal bei mir war, eröffnete mir nun zum Beginn, es wolle eine Maschinenpistole bauen.

So etwas ist für einen pädagogischen Skeptiker wie mich eine Steilvorlage. Der Knabe konnte nicht wissen, daß ich bereits Erfahrungen als Sozialarbeiter im Jugend- und im Männergefängnis gemacht hatte. Daß ich die langen sozialen Karrieren auf schiefen Bahnen ein wenig kannte, die man damals machen konnte. Ich hatte vor allem gelernt, wie meine Klienten meine Sprache sprechen lernten, weil Sozialarbeiter die Sprache ihrer Klienten oft nicht verstehen. (Verehrte Leser, Sie müßten einmal hören, wie clevere delinquente Jugendliche mit phantasielosen Sozialarbeitern reden und deren Fachsprache beherrschen und mit Empathie ermitteln, was man von ihnen hören will! Bilderbuchdialoge!)

Dieser Knabe wußte längst, wie man Pädagogiker auf den Topf setzt. So weit hatten sie ihn gebracht. Wenn ein Kind auf diese Weise zu provozieren meint, erprobt es den Erwachsenen, und zwar auf dessen eigener Bühne. Die anderen Kinder sehen sehr gut, was da vor sich geht. Sie alle haben auch gewisse Erwartungen und beziehen selbst eine Position. Das sogenannte schwierige Kind rechnet nun gewohnheitsmäßig mit einer Eskalation. Es erwartet, daß sein Vorschlag abgelehnt wird, und es wäre nicht verblüfft, wenn man sich darüber lustig macht oder es streng rügt und ihm das erklärt, was es ja schon weiß, also diesenfalls, daß man sich ja in einer Druckerei befinde und nicht in einer Waffenfabrik. Wobei das schon eine humorvolle Variante wäre.

Die Provokation war eine doppelte. Erstens eine Verweigerung des vorgegebenen Themas, zweitens ein Tabubruch. Viele Pädagogen reagieren allergisch, wenn sie mit Kriegsspielzeug in Berührung kommen. Nicht nur sie. Energische Pazifisten gibt es überall. Ich habe einmal als Gast in einer Familie erlebt, wie eine Mutter und ihr etwa fünfjähriges Kind in Hysterie ausbrachen, weil das Kind, dem alle Waffen verboten waren, mit einem Matchbox-Auto »schoß«, also es wie eine Pistole hielt und mit dem Mund Schußgeräusche imitierte. Worauf die Mutter auf ihren Sohn stürzte und ihm mit starker Hand das Auto entwand, was ihn in Tränen und Gebrüll ausbrechen ließ, nun ihn seine Mutter auf ihren Schoß zerrte und ihm im Klammergriff einen pazifistischen Vortrag hielt, in dem sie das Kind gewissermaßen für den Weltfrieden zuständig erklärte. Die Dame war keine Pädagogin, aber sie war ideologisch so stark beeinträchtigt, daß sie das Wohl ihres Kindes aus den Augen verloren hatte, und so auch ihr eigenes.

Kinder sammeln ihre Erfahrungen mit solchen Tabus. Sie dürfen zum Beispiel Spielwaffen nicht mit in den Kindergarten nehmen, weil es sich um »Kriegsspielzeug« handelt. So paradox kurzsichtig ist pädagogische Logik. Ich bin in einem Staat aufgewachsen, der seine Kinder militärisch geschult hat. Plastikpanzer und Soldatenfiguren in jedem Kindergarten. Soldatenkinderlieder, die mir heute noch in Erinnerung sind. Militärische Formationsbildung auf dem Schulhof ab der ersten Klasse in Form sogenannter Fahnenappelle, Kinder in Uniformen oder uniformen Accessoires (erst Halstücher der Pioniere, später Hemden der Jugendorganisation), vormilitärische Ausbildung für Jungen ab der neunten Klasse – und als Lehrling, mit sechzehn, in Kampfuniform. Und dieses Volk, mit seiner Armee, mit kasernierter Polizei und berüchtigtem Geheimdienst, hat nicht einmal bei seinem Staatsstreich einen Schuß abgegeben. So funktioniert Erziehung nämlich nicht, auch wenn Ideologen das von der Pädagogik immer erwarten und verlangen, ganz gleich in welche Richtung.

Nun also das Kind in meiner Werkstatt mit dem Wunsch nach einem in der zivilisierten Welt geächteten Gerät: Ich möchte eine Maschinenpistole bauen. So ein Kind strahlt dabei nicht. Es weiß, wenn es momentan nicht »funktioniert«. Sein Körper spricht mit. Es läßt den Kopf hängen, guckt schief, sitzt krumm, wirkt verloren. Und es ist dann ganz herzwärmend, wenn man den Wunsch ernstnimmt, keine Witze macht, keine Miene zieht, sondern einen Plan zur Umsetzung dieses Wunsches überlegt und sieht, wie das Kind sich langsam aufrichtet. Wellpappe, Stift, Cutter, komm, wir bauen das Ding. Das verblüffte Kind denkt anfangs, man werde jeden Moment abbrechen und wieder in den Weltenlauf einrasten, und es rechnet lange damit und wird sich erst ganz besinnen können, wenn der Tag vorbei ist, ohne daß die Erwartungen erfüllt wurden.

Der Junge kam zu seiner Waffe, und ich für ihn zu einem Ruf als umgänglicher Typ. Leider war das gegen Ende des Schuljahres und war er nur kurz auf der Schule und kam nur ein paarmal und setzte und druckte dann auch. Vielleicht eher mir zu Gefallen, als daß er in der kurzen Zeit Freude daran fand, genau habe ich das nicht erkennen können.

Spielzeugwaffen faszinieren, wenn ein Kind einen Sinn dafür entwickelt hat. Sie dienen auf den ersten Blick zur Abkürzung von Auseinandersetzungen und verleihen dem Benutzer Macht. Aber nur, wenn man sich auf die Folgen geeinigt hat. »Du kannst jetzt nicht wieder aufstehen, du bist tot!« – »So’n Blödsinn, das war ’n Streifschuß, du bist selber tot.« Man muß übereinkommen, wenn man damit spielen will. Auf den zweiten Blick braucht man also für dieses Spiel mehr Kommunikationsgeschick als für andere, etwa Spiele aus dem Karton mit den gedruckten Regeln auf der Verpackung oder Ballspiele, wo Verläufe nicht so grundsätzlich diskutiert werden müssen.

In den Rollenspielen, die man als Kind durchlebt, waren mir Matchbox und Pistolen die liebsten Geräte. Wahrscheinlich, weil Spiele damit die stärksten Verwandlungen erlauben, sowohl als Autofahrer (dort sind Polizisten und Feuerwehrleute beliebt, also Leute, die mit Autorität rettend eingreifen und Ordnung schaffen) als auch als Waffenträger (in diesem Rollenspiel ist ebenfalls die Polizistenrolle gefragt, vielleicht weil das Gesetz am Ende immer siegt – Kinder sind konservativ). Umberto Eco (ebenfalls kein Pädagoge) faßt es in seinem »Brief an meinen dreijährigen Sohn« so zusammen: »Stefano, mein Sohn, ich werde dir Gewehre schenken. Denn ein Gewehr ist kein Spiel. Es ist ein Anstoß zu einem Spiel. Mit ihm mußt du eine Situation erfinden, ein Beziehungsgeflecht, eine Dialektik von Ereignissen. Du machst Peng mit dem Mund und entdeckst, daß dein Spiel soviel taugt, wie du selber hineinlegst und nicht schon vorfabriziert darin findest. Du stellst dir vor, daß du Feinde vernichtest und befriedigst damit einen Urtrieb, den keine Zivilisation dir je austreiben wird (außer sie macht dich zum Neurotiker, reif für betriebliche Eignungstests à la Rorschach). Aber bald geht dir auf, daß dein Feindevernichten eine Spielkonvention ist, ein Spiel unter anderen Spielen, und so lernst du es als ein wirklichkeitsfernes Treiben erkennen, dessen Grenzen dir beim Spielen durchaus bewußt sind. Du reagierst deine Wut und deine Komplexe ab und wirst frei für andere Botschaften, die weder Tod noch Zerstörung betreffen, ja es wird wichtig sein, daß dir Tod und Zerstörung für immer als Phantasiegebilde erscheinen, wie Rotkäppchens böser Wolf, den wir alle als Kinder gehaßt haben, ohne deshalb einen irrationalen Haß auf Wolfshunde zu entwickeln.«

Ich bin gespannt, wie »schwierig« die Kleinen sind, die mit dem Lesen und Schreiben nicht so zurande kommen, wie man sich das wünscht. Und auf welche Umwege ich geführt werde, um dann am Setzkasten und beim Alphabet zu landen, diesem phantastischen Code aus 26 Zeichen, der es uns erlaubt, Ideen aufzuschreiben und Geschichten zu erzählen.

PS: Schöne Weihnachten!

— Martin Z. Schröder

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Kinder in der Druckerei – Mit Bleisatz gegen LRS · 6. Oktober 2016

Das Kürzel LRS bezeichnet dreierlei: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, -störung oder -schwäche. Dieses Phänomen soll vorliegen, wenn die Leistungen eines Kindes im Lesen und Schreiben oder einem von beiden deutlich unter dem Niveau der Altersnorm, der Schulklassennorm oder der gemessenen Intelligenz und daran geknüpfter Erwartungen liegen. Die Fachleute sind sich über die genaue Definition nicht einig; hier und da wird auch über genetische Bedingungen von Legasthenie oder physische und psychische Voraussetzungen für diese Probleme gesprochen. Einig sind sich die Fachleute aber über den Tatbestand der Normabweichung. LRS ist also, einfach ausgedrückt, wenn jemand schlechter lesen und schreiben kann, als seine Umwelt es von ihm erwartet.

Wenn dem Kind mit schlechten Lese- und Rechtschreibfertigkeiten in der Schulkarriere Entwicklungswege versperrt werden, wenn die Eltern unzufrieden sind und das Kind darunter leidet, wenn es von Mitschülern oder Freunden oder Verwandten für seine minderen Leistungen beim Lesen und Schreiben verhöhnt und ausgelacht wird, dann sollte überlegt werden, dem Kind zu helfen, seine Lesefähigkeit und sein Schreibenkönnen zu verbessern, ganz gleich, wie man die Probleme mit der Schriftsprache nennt.

Ob die Abweichung von der Norm rechtfertigt, die nach dieser Vorstellung mangelhafte Leistung des Kindes als Schwierigkeit, Störung, Schwäche oder gar Krankheit einzuordnen, sei dahingestellt. Ich halte es nicht für sinnvoll, diese Kategorien zu bemühen, weil die Entwicklungsunterschiede von Kindern deutlich über die starren Vorstellungen von Klassenstufen hinausreichen. Von bis zur vier Jahren Entwicklungsunterschied sprechen Fachleute bei Grundschülern, und der Entwicklungsprozeß verläuft freilich nicht auf allen zu entwickelnden Feldern gleichmäßig.

Mit der Druckerei und der Bleisatztechnik von Gutenberg möchte ich einen neuen Zugang zur Schriftsprache anbieten, und ich bin überzeugt davon, diesen Zugang jedem Kind eröffnen zu können.

Das Konzept wird in diesem PDF ausgeführt.

— Martin Z. Schröder

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Junge Setzer und Drucker, Teil 1 · 5. Dezember 2007

Kürzlich erzählte ich hier von dem Beginn meiner Zuneigung zum Bleisatz, entstanden in der Arbeitsgemeinschaft “Junge Schriftsetzer” im Berliner “Pionierpalast”, einem phänomenalen, in der DDR einmaligen Freizeithaus für Kinder und Jugendliche im “Pionierpark” mit “Pioniereisenbahn” in der Berliner Wuhlheide, und von meiner Lehrzeit. Ich habe nicht viel aufbewahrt aus dieser Zeit meiner frühen Jugend, wir haben Postkarten, Plakate, Briefpapier, Visitenkarten gedruckt. Nicht nur meine Familie, die halbe Schulklasse habe ich mit Visitenkarten ausgestattet. Aber zwei Büchlein sind doch noch da. Ich zeige sie hier auf einigen Fotos.

Die typografische und satztechnische Beschaffenheit dieser Büchlein ist von solider Güte. Ich war damals stolz auf dieses Gemeinschaftswerk mehrerer Jugendlicher und Kinder (der Jüngste war zehn Jahre alt), und ich bin es heute noch. Und zwar nicht, weil ich an irgendeiner Drucksache gearbeitet habe, sondern weil dieses Buch den Anforderungen genügt, die gebildete Menschen an ein Buch stellen, egal wie alt sie sind. Unser Meister Wolfgang Holtz war einerseits ein großer Pädagoge, indem er uns lehrte, wie die Dinge gemacht werden und man dem Machen Freude abgewinnt; er war andererseits ein Antipädagoge, weil er unter einem kindgerechten Buch nichts Niedliches verstand, sondern beispielsweise ein angemessenes Format für kleinere Hände, kleine Schriften für gute Augen, gut geschriebene, verständliche Texte für einen kindlichen Sinn. Er hat diese Bücher nicht aus falsch verstandener kindlicher Perspektive entwickelt, die oftmals nur dümmlich wirkt, sondern in unserem Sinne für unsere Bildung. Wir haben gelernt, wie man ein Buch macht, also auch, was ein Buch ist. Wir hatten es nicht mit einem Lehrer zu tun, der unserer Phantasie freien Lauf ließ. Phantasie ist in der Typographie zwar gefragt, aber sie muß gelenkt werden, sie entfaltet sich in starken kulturellen Grenzen, sonst kommt Quatsch heraus. Vernünftige Kinder sind dieser Art der aus der fiktiven Höhe aufs vermeintlich naive Gemüt herabgeneigten Quatschvermittlung (“auf Augenhöhe” – begibt man sich mit geschrumpften Senioren auch auf eine solche?) kaum zugeneigt.

Ich habe in der Schule nie die Zufriedenheit über einen Bildungszuwachs erlebt, wie ich sie in der Arbeitsgemeinschaft gewann. In der Schule wurde mir mein interessegeleitetes Lernen als Fehlverhalten vorgeworfen; in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Schriftsetzer“ wurde nur gelernt, was interessierte, und das reichte immerhin dafür, daß ich im ersten halben Jahr meiner Lehre kaum neues erfuhr. Aus der Befriedigung von Interesse erwächst Lernbegierde. Erfolgreich lernt nur, wer sich für etwas interessiert. Ich war kein guter Schüler, aber ich hatte Interessen, und aus Interessen erwächst Antrieb und Erfolg. In der Beurteilung meiner Schule hätte gestanden, daß sie nicht in der Lage war, mein Interesse an Themen zu erwecken, die höchst interessant sind. Wolfgang Holtz konnte das – und ich würde ihm unterstellen, daß er keine erzieherischen Ambitionen hatte, sondern seine Freude an der Arbeit mit uns teilen wollte. Er hatte es freilich auch leicht in einer Umgebung, in der die Sache, die Technik, Aufmerksamkeit fordert und die Menschen nicht zum Erscheinen gezwungen werden. Ich fühlte mich dort so wohl, daß ich nicht nur einmal pro Woche, wie es vorgesehen war, meine Zeit dort verbrachte, sondern viele Nachmittage. Manchmal kam man auch nur, um den andern zuzugucken, am Tisch zu sitzen und zu plaudern. Eine Setzerei ist gemütlich.

Auf den ersten Fotos ist ein ABC-Buch aus der Druckerei abgebildet. Wir haben das Buch selbst in Leinen gebunden. Erläuterungen: Eine Hochzeit ist ein doppelt gesetztes Wort oder ein doppelt gesetzter Satzteil. Eine Leiche ist das Gegenteil davon: fehlende Wörter. Ein Fliegenkopf ist das Abbild einer auf dem Kopf stehenden Type, also im Satzbild ein Fleck anstelle eines Buchstaben. Ein Satzschiff ist ein schweres Blech, auf dem man Bleisatz-Kolumnen transportiert und aufbewahrt, es dient auch als Arbeitsunterlage. Versalien sind Großbuchstaben, Gemeine sind Kleinbuchstaben, und Flattersatz ist eine Satzform ohne Worttrennungen, in der die Zeilenlänge dem Zufall, dem Sinn oder dem typografischen Entwurf untergeordnet wird. Im glatten Satz (heute Blocksatz genannt) werden nach dem Setzen einer Zeile die Wortabstände geändert, um eine bestimmte Länge der Zeile zu erreichen. Quadraten, Stege, Ausschluß (sind / im Satz gewöhnlich blind; der Reim schwirrt mit heute noch durch den Kopf) werden nicht-druckende Teile genannt, ohne welche die Lettern keinen Halt hätten. Spieße werden Teile genannt, die während des Druckes durch die Erschütterungen der Druckmaschine aufsteigen auf Schrifthöhe und dann mitdrucken. Garamond, Didot und Super sind Namen von Schriften: Garamond-Antiqua, Didot-Antiqua, Super-Grotesk. „Unsre alte Boston“ ist die Bostonpresse, auch Bostontiegel. Eine in Boston, der Hauptstadt Massachusetts, von der Maschinenfabrik William H. Golding (1845 – 1916) um 1870 entwickelte Klapptiegeldruckpresse. In meiner Werkstatt steht ein Original aus Boston (Golding presses have the name Golding & Co. cast into the body of the press), ich drucke allerdings nicht damit, weil sie nicht so leicht justierbar ist wie die nach 1900 gebauten. Ich müßte mit Leder- und Papierstreifen die Walzenhöhe einstellen. Man hat später die Laufleisten für die Walzen durch Schrauben verstellbar gemacht.

Das Foto mit der X-Seite aus dem ABC-Büchlein zeigt einen Abzug des Rahmens. Ich wüßte sonst nicht mehr, daß ich diesen Rahmen 1981 gesetzt habe. Im Z-Spruch ist das Lang-s verwendet worden. Unser Meister hatte keine Angst davor, uns auch mit alten Bräuchen vertraut zu machen. Im Bleisatz dieser kursiven Garamond von Typoart war das lang s enthalten.

Schließlich das Impressum, wo unsere Namen erstmals in einem echten, richtigen, gedruckten Buch erschienen. Wir waren sehr zufrieden.

Das „Fachwörterbüchlein“ kommt mit einem recht prächtigen Haupttitel in zweifarbigem Druck daher. Die Entwürfe für diese Arbeiten wird der Meister Wolfgang Holtz wohl beeinflußt, wenn nicht selbst gemacht haben. Daran ist auch für einen Typografen nicht viel zu verbessern. Vielleicht ein wenig Randausgleich und Versalienharmonisierung, aber das ist auch Ansichtssache.

Auf Seite 25 wird erklärt, was Leichen, Fliegenköpfe und Spieße sind, mit einem Grammatikfehler am Ende des Satzes. Es gibt übrigens auch das Verb zum Spieß: eine Druckform spießt, sagt man, wenn Blindmaterial mitdruckt. Auf Seite 28 ist mein erster Linolschnitt zu sehen, ich habe mir zur Illustration die Bleilaus ausgesucht. Es gibt übrigens ein etwas böses Spiel in der Druckerei: Jemandem „Bleiläuse zeigen“. Wolfgang Holtz hat mir Bleiläuse gezeigt, ein netter älterer Herr mit Bart und Brille und dann doch ein Kindskopf. Ich war hinterher zwar etwas naß, aber ihm nicht böse. Wir haben ihn alle sehr gemocht. Heute glaube ich, weil er nie an uns herumnörgelte und uns nicht erziehen wollte. In einer durchpädagogisierten Welt wie der DDR hatten es Erwachsene ohne den Willen zur Menschenformung nach einem (sozialistischen) Bilde mit Kindern schon viel leichter durch den entspannten Umgang.

Und auf der letzten Seite das Impressum mit der in der DDR unvermeidlichen Druckgenehmigungsnummer. Du liebe Güte!

Gelegentlich unterrichte ich Bleisatz. An der Potsdamer Fachhochschule erfüllte ich einige Semester lang einen Lehrauftrag im Fachbereich Design, bis ich keine Zeit mehr hatte, eine unterbezahlte Tätigkeit auszuüben. Vielleicht biete ich später mal wieder etwas an. Es hat Spaß gemacht, und ich habe immerhin einen Mitarbeiter für meine Werkstatt gewonnen, der kalligrafische und typografische Aufträge übernimmt. Kinder habe ich öfter unterrichtet, oft auch gratis, weil das eine vergnügliche Abwechslung ist.

Pädagogik ist keine Wissenschaft. Wissenschaftlich wäre, wenn ich eine Maßnahme A auf ein Kind B anwenden kann und ein Ergebnis C erhalte. Methodik und Didaktik funktionieren so aber nicht. Man sagt, daß es gute und schlechte Pädagogen gibt. Richtig ist: es gibt keine Pädagogen, sondern Menschen, die methodisches und didaktisches Vorgehen mehr oder minder in Übereinstimmung mit Bedürfnissen anderer Menschen bringen. Wenn Grundschullehrer, die in der Regel typografisch unbeleckt sind, jungen Menschen eines Jahrganges ohne ausreichende Rücksicht auf individuelle Entwicklung Lesen und Schreiben „beibringen“, ist das Glückssache. Und grundsätzlich eher ein Problem des Systems als des einzelnen Lehrers. Wenn’s nicht klappt, stehen geschäftstüchtige Psychologen in einem Unterstützungssystem mit Diagnosen phantastischer Mißlichkeiten bereit: Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität oder Legasthenie. Treppenwitze der Schwarzen Pädagogik. Ein Typograph muß sich nur die überdimensionierten Fibeln anschauen und die serifenlosen und zu großen Druckschriften darin, um das programmierte Scheitern zu erkennen. Viele Kinder lernen lesen trotz Schule. Ich habe übrigens an Ladenschildern lesen gelernt. Ich wollte wissen, was sie bedeuten, und meine Mutter hat es mir verraten. Meine ersten Wörter waren FLEISCHEREI, MILCH, HUTMODEN und so weiter. Das Gestammel „Mama am Haus“, „Oma im Garten“, das in meiner Schulfibel stand, hat die Schule in meinen Augen erniedrigt.

In der Druckerei hatte ich meistens mit Kindern zu tun, denen Buchstaben bereits vertraut waren. Aber auch ein 4jähriger ist in meiner Druckerei in Juchzen ausgebrochen, als er, auf einem Podest an der Presse stehend, den ersten Abzug seines Namens fertigte, dessen Züge er schon kannte. Lesen und Schreiben lehrt sich am besten in Verbindung mit Sinngebung, so wie es auch benutzt wird. Niemand liest um des Lesens willen, sondern weil er etwas erfahren möchte. Die Frage „Was steht da?“ markiert den Punkt, an dem das Lernen beginnt. Nicht: Zwei diagonal und spitz nach oben einander zugeneigte Stöckchen, eine “umgedrehte Schultüte” oder “ein Dach”, mit einem verbindenden Querknüppel in der Mitte bedeuten: A. Speak after me: Aaaa! Aber ja. A wie Abrichtung?

Im vergangenen Sommer waren Malte und Luca eine Woche lang meine Gäste. Vormittags arbeiteten wir in der Werkstatt (abgesehen von den Eichelschlachten auf dem Hof und der Konstruktion einer Papierflugzeugflotte mit Testflügen auf der Straße), die Nachmittage verbrachten wir mit Amusement: Kino, Tierpark, Naturkundemuseum, Technikmuseum, Aquarium, Fernsehturm, Spielplatz, Buchhandlungen – eine Woche intensive Expeditionen. Und übermorgen zeige ich, was die beiden Praktikanten und ich gedruckt haben. Und welche Gesichter wir dabei machten. Für heute soll es genug sein. Die Druckerey hat dieser Tage viel zu tun, es weihnachtet nach Kräften, weshalb auch die Arbeit am Max-Goldt-Büchlein ruht.

— Martin Z. Schröder

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